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Duisburg: Ehrenamtliche "Kümmerer"

Duisburg : Ehrenamtliche "Kümmerer"

Sechs von sieben Duisburger Bezirksbürgermeister gehören der SPD an. Sie stellten sich gestern selbst und ihre Arbeit vor und kritisierten die Umsetzung des Konjunkturpakets.

Für die sechs Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann (Walsum), Uwe Heider (Hamborn), Daniela Stürmann (Meiderich / Beeck), Heinz Paschmann (Homberg /Ruhrort /Baerl), Winfried Boeckhorst (Rheinhausen) und Dietmar Eliaß (Süden) bleibt nicht viel Freizeit. Bürgernähe haben sich alle auf die Fahne geschrieben, und die ist zeitaufwändig: "Keine 40 Stunden, aber doch fast so viele", sagt Dietmar Eliaß. Er ist einer der vier "Neuen". Neben Eliaß sind auch Boeckhorst, Paschmann und die 24-jährige Politikmanagement-Studentin Daniela Stürmann erstmals in diesem Amt. "Sie ist die jüngste Bezirksbürgermeisterin in ganz NRW", erläuterte Duisburgs SPD-Parteichef Ralf Jäger. Die SPD sei die "Kümmerer-Partei" und die "Partei der Stadtteile", betonte er. Dies wollen die neuen Bezirksbürgermeister nun in den nächsten fünf Jahren umsetzen.

Langes Warten auf einen PC

Erschwert werde dies, wenn man "dreieinhalb Jahre auf einen PC warten" müsse, wie Uwe Heider erklärte. Fünf der sechs Gewählten haben Stimmen der Linken bekommen. Eliaß betonte, dass man im Süden keine Kooperation vereinbart habe, sondern lediglich eine "vertrauensvolle Zusammenarbeit". Winfried Boeckhorst ist zwar auch von einem Linken gewählt worden, hätte diese Stimme aber gar nicht nötig gehabt. In Hamborn gibt es schon lange eine rot-rote Zusammenarbeit mit dem früheren Bürgerbündnis.

Die mangelnde Einbeziehung der Bezirksvertretungen bei der Umsetzung des Konjunkturpakets II wurde von Heinz Paschmann und Dietmar Eliaß moniert. So habe die BV in Homberg eine Prioritätenliste aufgestellt, die sich exakt an den 5,4 Millionen Euro orientiert habe, die dem Bezirk zustünden. Die Verwaltung habe aber beispielsweise mit dem Ausbau der Gehwege um den Essenberger See begonnen, der gar nicht auf der Bezirksliste gestanden habe. In der BV Süd sei nicht einmal richtig über das Konjunkturpaket diskutiert worden, so Eliaß, der nun für frischen Wind sorgen will.

Ralf Jäger sagte, die Maßnahmen würden von OB Sauerland "nach Gutsherrenart" vergeben, ohne auf die Belang der Bezirke zu achten.

(RP)