Duisburg: Ebola - in Duisburg kein Grund zur Panik

Duisburg : Ebola - in Duisburg kein Grund zur Panik

Nachdem sich in Madrid eine Krankenschwester mit dem Ebola-Virus infiziert hat, ist klar, dass die Erkrankung in Europa angekommen ist. Für den (noch unwahrscheinlichen) Fall, dass in Duisburg eine Ebola-Ansteckung auftritt, ist die Stadt gewappnet.

Dann werden sofort das Gesundheitsamt und der notärztliche Rettungsdienst informiert. Erkrankte werden nur in speziellen Kliniken behandelt. "Das nächste Krankenhaus dafür ist die Uni-Klinik Düsseldorf", sagt Dr. Georg Vogt, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes. Für den Transport werde das "Infektionsmobil" der Feuerwehr Essen angefordert.

Dabei handelt es sich um ein hochisoliertes Fahrzeug, das Personal ist in Schutzkleidung eingepackt und wird nach dem Transport medizinisch beobachtet. In der Spezialklinik beginnt die Behandlung mit Blutkonserven oder gerinnungsaktivem Plasma, wie Dr. Frank Marx, Leiter des notärztlichen Rettungsdienstes in Duisburg, erläutert. Denn: "Beim Ebola-Virus werden die Blutzellen angegriffen."

Setzt die Behandlung zeitig ein, liegt die Sterblichkeitsrate "geschätzt bei 20 Prozent", so Marx. Auch die Krankenhäuser in Duisburg sind auf den Fall einer Ebola-Ansteckung vorbereitet, wie Ute Kozber, Sprecherin des Klinikums Duisburg, erklärt. "Kommen Menschen mit Ebola-Symptomen, sind unsere Mitarbeiter bei der Erstuntersuchung mit Masken, Gesichtsschutz, Handschuhen und Schutzkitteln ausgestattet."

Dr. Georg Vogt vom Gesundheitsamt warnt vor Panikmache. "Es ist relativ unwahrscheinlich, dass Ebola in Duisburg ausbricht", sagt er. Dennoch stehe man "Gewehr bei Fuß".

(RP)
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