Duisburgs Karnevalsprinz Kevin I. und sein schlafarmes Wochenende

Kevin I. und sein schlafarmes Wochenende : Ohrwürmer und flotte Tanzeinlagen

Beim Prinzenempfang im Steinhof absolvierte Kevin I. seinen zweiten Arbeitstag trotz Nervosität souverän.

Der neue Stadtprinz strahlte immer noch. Knapp 20 Stunden zuvor hatte Kevin Getzel aus den Händen von HDK - Präsident Michael Jansen Prinzenmütze und Narrenzepter erhalten. Nun steht er als Kevin I. an der Spitze der Duisburger Narren, seine Amtszeit endet erst am Aschermittwoch in sechs Wochen. Kevin I., seine beiden Hofmarschälle Rolf Schaefer und Jörg Seedorfer sowie die charmanten Pagen Janine, Renée, Manou und „Kiki“ hatten schon einen umfangreichen ersten Arbeitstag hinter sich, als sie am späten Sonntagnachmittag die Duisburger Karnevalsfamilie im Huckinger Steinhof begrüßten.

Der Prinzenempfang ist mittlerweile zu einer guten Tradition geworden, hier treffen sich Förderer, Mitglieder und Freunde des Duisburger Karnevals zu einer Art Familientreffen. Kevin I. ist mit gerade einmal 23 Jahren bisher der jüngste Stadtprinz, 2008 war er bereits Kinderprinz. Sein Auftritt im Rahmen der Prinzenkürung in der Mercatorhalle überzeugte, mit seiner Crew legte er eine Show hin, die das Publikum begeisterte.

Das, was so souverän wirkte, schien aber nur so, wie Prinz Kevin einen Tag später verriet: „Ich war schon total nervös.“ Viel geschlafen hatte er bis Sonntagabend noch nicht: „Wir haben noch bis halb vier gefeiert, am Morgen warteten schon die nächsten Termine.“ Nachdem gefühlt einige Kilo Orden an die geladenen Gäste verteilt waren, gab es aber auch Geschenke karnevalistischer Art für den neuen Prinzen und sein Gefolge.

Die an der Prinzencrew beteiligten Vereine (Marxloher Jecken, Stadtwache Hamborn, Rote Funken, Königreich Duissern und Sonniger Süden) brachten ihr gesamtes tänzerisches Potenzial auf die Bühne und boten ein gemeinschaftliches Gardetanzprogramm. Trotz unterschiedlicher Herkunft ergab sich ein harmonisches und buntes Gesamtbild. Dass hinter dem gelungenen Gardetanz-Mix eine Menge Arbeit steckte, machte Michael Jansen deutlich: „Die Gruppen haben dafür viele Monate geübt.“

Auch die KG Rot-Weiß Hamborn-Marxloh hatte zu Ehren des neuen Prinzen ihren großen Auftritt. Allein der Einzug der Rot-Weißen war schon imponierend. Die Hamborner traten in voller Besetzung an. Mit dabei war auch - in voller Montur - Bürgermeister Volker Mosblech, der der Hamborner Traditionsgesellschaft angehört. Duisburgs OB Sören Link, der wie am Abend zuvor bei der Prinzenkürung auch diesmal beim Prinzenempfang als Ehrengast dabei war, hatte so die seltene Gelegenheit, seinen Stellvertreter zu den Klängen des „Laridah“- Marsches zuzujubeln.

Dort zeigten die Tanzgarden der Hamborner Karnevalsgesellschaften, dass sie mit ihren schwungvollen Darbietungen eine Bereicherung jeder Karnevalssitzung sind. Eine Augenweide sind immer wieder die Mini-Garden, ganz putzig war dabei der Auftritt des sechsjährigen „Tanzoffiziers“ Juls und seinem Tanzmariechen Aileen (5).

Kinderprinz Marvin I. und seine Prinzessin Alina – begleitet von der niedlichen Pagin Annika – waren beim Empfang des „großen“ Prinzen natürlich mit von der Partie. Ihr Show-Block mit den karnevalistischen Ohrwürmern und flotten Tanzeinlagen wird in den nächsten Wochen die Duisburger Narren genauso begeistern wie der Auftritt der großen Prinzencrew.

Den Empfang im Steinhof nutzten Kevin I. & Co. jedenfalls, um einen großen Teil ihres prima zusammengestellten musikalischen Repertoires vorzustellen, und als der zwölfjährige Kinderprinz Marvin („Ich möchte später auch Karnevalsprinz werden“) mit seinem großen Vorbild Kevin gemeinsam den Mega-Hit „Wenn nicht jetzt, wann dann“ interpretierte, wurde endgültig klar, dass Duisburgs Jecken sich wieder auf eine tolle Session freuen dürfen.