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Duisburgs Brücken sind sicher

Brücken : Duisburg ist als Brückenstadt sicher

Das schreckliche Brückenunglück in Genua hat 39 Menschenleben gefordert. In Duisburg gibt es rund 700 Brücken. Nicht alle sind in einem guten Zustand. Ein ähnliches Unglück ist in Duisburg aber sehr unwahrscheinlich. Das belegen schon die vielen Brückensperrungen.

Die Lage Duisburgs an den Flüssen Rhein und Ruhr, die Bedeutung des Duisburger Hafens als größter Binnenhafen Europas sowie als Logistikstandort von grenzüberschreitender Bedeutung prägt die Duisburger Brückenbauwerke. Um die 700 Brücken gibt es in Duisburg. Darunter findet man zum Beispiel Bogenbrücken, Fachwerkbrücken, Hängebrücken, Schrägseilbrücken, Hubbrücken oder Klappbrücken.

Autobahnbrücken fallen in die Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen.NRW. Hier hat in jüngster Zeit immer wieder die A40-Brücke zwischen Neuenkamp und Homberg für Schlagzeilen gesorgt. Bekanntlich plant das Unternehmen Deges einen Brückeneubau, der frühestens 2026 fertig sein wird. Zurzeit wird an der Lkw-Wiegeanlage gebaut, damit Brummis über 40 Tonnen die Lebensdauer der alten Brücke nicht noch weiter verkürzen.

 An der Brücke der Solidarität wird zurzeit gearbeitet.
An der Brücke der Solidarität wird zurzeit gearbeitet. Foto: tv/TV

Für die Unterhaltung der städtischen Brücken sind die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) zuständig. „Im Allgemeinen sind die Brücken in einem guten Zustand. Einzelne Brücken, wie der Karl-Lehr-Brückenzug jedoch, müssen erneuert werden. Hier wird gerade die Ausschreibung vorbereitet“, heißt es vom WBD auf Anfrage unserer Zeitung. Dass keine Unglücke wie in Genua passieren, sollen häufige Kontrollen gewährleisten. So gibt es laut den Wirtschaftsbetrieben alle sechs Jahre eine sogenannte „große Hauptprüfung“, bei denen die Brücken gründlich gecheckt werden. Eine „einfache Prüfung“ gibt es jeweils drei Jahre nach der Hauptprüfung.

 Die neue Brücke der A 40 gibt es zurzeit nur im Modell. Sie soll frühestens im Jahr 2026 fertig sein.
Die neue Brücke der A 40 gibt es zurzeit nur im Modell. Sie soll frühestens im Jahr 2026 fertig sein. Foto: deges
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Neben diesen routinemäßigen Kontrollen gibt es auch Prüfungen aus besonderen Anlässen. Hierbei gibt es kein festes Prüfintervall, sondern eine Untersuchung aufgrund eines Unfalls, Erdbebens, Überflutung oder ähnlichem. Dies war bekanntlich bei der A59-Brücke in Meiderich der Fall, die durch eine Brandstiftung schwer beschädigt wurde. „Werden bei den Prüfungen Sicherheitsmängel festgestellt, werden diese schnellstmöglich beseitigt“, so die WBD. Das können Sofortmaßnahmen sein wie im vergangenen Jahr am Zubringer Plessingstraße.

 Demo an der Cölve-Brücke in Trompet: Sie ist weiter für den motorisierten Verkehr gesperrt.
Demo an der Cölve-Brücke in Trompet: Sie ist weiter für den motorisierten Verkehr gesperrt. Foto: RP/Kdi

Derzeit wird auf der Brücke der Solidarität der Geh- und Radweg saniert und die Erneuerung des Karl-Lehr-Brückenzuges vorbereitet. Auf der Schwanentorbrücke werden die Türme saniert. An einigen kleineren Brücken werden Betonsanierungsmaßnahmen im Gehweg-/Fahrbahnbereich durchgeführt. Gesperrt ist zum Beispiel auch die kleine Hubbrücke im Homberger Rheinpreußenhafen. Hier verhandeln die Stadt und die Eigentümer, wer die Sanierung finanzieren soll. Die Cölve-Brücke zwischen Trompet und Moers ist für den Verkehr schon seit Monaten gesperrt. Hier ist der Fall noch komplizierter: Die Brücke gehört der Stadt Moers, federführend für einen Neubau der abrissreifen Brücke wäre die Bahn. Eine von vielen geforderte Behelfsbrücke lässt wohl noch eine Weile auf sich warten.