Duisburger Werkstätten: Kita-Plätze für Kinder von Mitarbeitern

WfbM : Kita-Plätze für Kinder von Mitarbeitern

Die Duisburger Werkstatt bietet Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder im inklusiven „Wunderland“ betreuen zu lassen.

(RPN) Es ist bekanntlich nicht leicht, Beruf und Familie zu vereinbaren. Firmen, die Eltern dabei unterstützen, sind rar gesät. Umso mehr freuen sich Mitarbeiter der Duisburger Werkstatt darüber, dass ihr Arbeitgeber zwei Kitaplätze im inklusiven „Wunderland“ in Wanheim zur Verfügung stellt.

Die Lebenshilfe betreibt den Kindergarten Am Gebrannten Heidgen seit knapp zwei Jahren. Als der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung zwei Plätze in der inklusiven Kindertagesstätte mit einer wöchentlichen Betreuungszeit von 45 Stunden angeboten wurde, zögerte man nicht lange. „Wenn das Projekt gut anläuft, kann der Bedarf in Zukunft noch aufgestockt werden“, so Anton Koller, Interimsgeschäftsführer der Duisburger Werkstatt.

„Als guter Arbeitgeber unterstützt man seine Mitarbeiter dabei, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Wenn man weiß, dass das Kind gut betreut ist, kann man sich doch noch besser auf seinen Job konzentrieren“, meint Koller. Das inklusive Konzept der Kita passe gut zur Grundeinstellung der Duisburger Werkstatt, die selbst täglich daran arbeite, gelebte Inklusion in Duisburg zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.

Seit August 2017 werden in der neu gebauten Kindertagesstätte auf dem ehemaligen Kasernengelände Kinder mit und ohne Handicap, über und unter drei Jahren, betreut, versorgt, gefördert und mit therapeutischen Maßnahmen unterstützt. Bis zu 70 Kinder können die Einrichtung ab dem vierten Lebensmonat bis zur Einschulung besuchen. Besonders die erweiterten Öffnungszeiten kommen berufstätigen Eltern entgegen. Ab 7 Uhr können die Eltern ihre Kinder zur Kita bringen. Bis 18 Uhr ist die Einrichtung geöffnet. Neben der Werkstatt haben das Sana-Klinikum und das WDR-Studio Duisburg Betriebs-Kita-Plätze in Einrichtungen der Lebenshilfe gebucht.

Die wichtigsten Säulen sind die Zusammenarbeit mit den Eltern, Therapiemöglichkeiten innerhalb des Hauses sowie die weitere Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften und Institutionen. Ziel ist, möglichst vielen Kindern mit Handicap einen Platz in der Einrichtung anbieten können“, heißt es in einer Mitteilung aus der Geschäftsführung der Lebenshilfe.

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