1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburger Volkschochschule erstattet Gebühren erst jetzt

Kritik von Teilnehmern : VHS erstattet Gebühren erst jetzt

Teilnehmer bemängeln die Verzögerung und die fehlende Kommunikation. Das neue Volkshochschulprogramm erscheint erst am 17. Juni online, um auf neue Corona-Entwicklungen reagieren zu können.

Viele Teilnehmer an Weiterbildungskursen der Volkshochschule sind sauer. Nachdem die Kurse im März abgebrochen werden mussten, wissen viele auch drei Monate später nicht, ob die Kurse fortgesetzt werden, ob sie Gebühren erstattet bekommen und wie es für sie bei der VHS weitergeht. Sie bemängeln das Ausbleiben jeglicher Kommunikation. Das will die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion so nicht gelten lassen: „Die Volkshochschule hat bereits für viele abgesagte Veranstaltungen, wie beispielsweise Kochkurse, Bildungsurlaube, Wochenendseminare, Exkursionen und Einzelveranstaltungen das Teilnahmeentgelt erstattet“, teilte die Stadt mit. Ebenso behalte die VHS-Karte für das kommende Semester ihre Gültigkeit. VHS-Leiter Volker Heckner ergänzte: „Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller VHS-Kurse mehrfach schriftlich oder telefonisch umfassend informiert wurden, wenn dies in einem Einzelfall nicht optimal gelaufen ist, bedauern wir das sehr."

Anders verhält es sich zurzeit noch bei den unterbrochenen Kursen, die über einen längeren Zeitraum gehen. „Auch hier möchte die VHS so schnell wie möglich Entgelte erstatten“, so die Stadt.. Während die Musikschule hier schnell reagiert und Gebühren erstattet habe, so heißt es aus Teilnehmerkreisen, hinke die VHS dabei deutlich hinterher. Von einem „so schnell wie möglich“ könne daher keine Rede sein.

Die VHS habe zunächst jeden einzelnen Kursus auf die Möglichkeit einer Fortführung unter den gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln geprüft. „Dabei hatten zunächst abschlussorientierte Lehrgänge wie zum Beispiel Schulabschlusslehrgänge, Lehrgänge der beruflichen Bildung und auch bestimmte Sprachkurse Priorität“, so ein Stadtsprecher. In bestimmten Bereichen sei auch Online-Unterricht durchgeführt worden. Für die Kurse, die nicht durchgeführt werden konnten, werde derzeit von der Verwaltung ein Verfahrensvorschlag zur Erstattung erarbeitet. um die Gebühren zu erstatten. Alle Teilnehmer würden dann „schnellstmöglich“ informiert. Am Montag habe die Stadt mit der Erstattung anteiliger Gebühren und entsprechender Information tatsächlich begonnen.

Die Dozenten hätten ihr Honorar vertragsgemäß für tatsächlich durchgeführte Unterrichtsstunden erhalten. Dazu gehörten auch Unterrichtsersatzstunden durch Online-Kursbetreuung, per E-Mail oder mit Lehrbriefen per Post.

Die Volkshochschule plant für das kommende Semester ein ähnlich großes Programm, wobei es aber je nach im Herbst gültiger Abstands- und Hygieneregeln Einschränkungen bei der Gruppengröße oder bei externen Räumen geben kann. Bei der Programmplanung für den Herbst würden mögliche neue Einschränkungen mitbedacht. So sei mit den meisten Referenten von Einzelvorträgen vereinbart worden, diese gegebenenfalls online durchzuführen.

Für den Herbst würden auch Onlineseminare und -kurse geplant. Und bei einem Teil des Angebotes würde nötigenfalls von Präsenz auf online umgestellt. Diese Angebote erhalten im Programm eine besondere Kennzeichnung. Das neue VHS-Programm werde voraussichtlich am 17. Juli online und Anfang August gedruckt erscheinen. Die VHS habe bewusst die Programmverabschiedung und -veröffentlichung zeitlich verschoben, um möglichst viele Corona-Regeln zumindest als Tendenzen berücksichtigen zu können.

(mtm)