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Duisburg: Duisburger Piraten wollen in den Landtag

Duisburg : Duisburger Piraten wollen in den Landtag

Die Piratenpartei ist im Aufwind. Nach dem Erfolg bei der Landtagswahl am Sonntag im Saarland (dort sind sie mit 7,4 Prozent ins Parlament eingezogen), wittern die politischen Emporkömmlinge auch in Nordrhein-Westfalen ihre Chance.

Beim Landesparteitag in Münster am vergangenen Wochenende nominierten die Piraten ihre Spitzenkandidaten für den Urnengang am 13. Mai.

Wie Sprecher Hans-Peter Weyer berichtet, haben neun Duisburger Piraten an der Versammlung teilgenommen. Da von ihnen niemand auf die Landesliste gewählt wurde, werden die Piraten — sofern sie es ins Düsseldorfer Parlament schaffen — voraussichtlich nicht von einem Duisburger repräsentiert. Auch, weil keinem Direktkandidaten zuzutrauen ist, einen der vier Wahlkreise in der Stadt zu gewinnen. Antreten werden nichtsdestotrotz: Dirk Weil (Mitte), Frank Leiendecker (Süden), Britta Söntgerath (Norden) und Ulrich Scharfenort (Westen).

Einen Kreisverband wird es in Duisburg nicht geben. Die Partei hat kürzlich ein sogenanntes Piratenbüro gegründet. "Wir haben eine andere Aufteilung", sagt Weyer. Deshalb gibt es auch keinen Vorsitzenden oder gar ein Bürgerbüro. Wer mit den Piraten in Kontakt treten möchte, kann dies im Internet oder telefonisch. Zudem gibt es Stammtische in den Stadtbezirken. Am Samstag treffen sich die Duisburger Piraten zu einer Versammlung. Rund 100 Mitglieder habe die Partei in der Stadt inzwischen, berichtet Weyer. Bei dem Treffen stehen "erste Ansätze" für ein Kommunalprogramm auf der Tagesordnung. "Es geht um viele Dinge", sagt Weyer, "um die Stadtreinigung oder das geplante FOC. Anträge sind noch möglich."

Der 57-jährige ist sicher, dass die Piraten bei der Landtagswahl etwas holen werden: "Wir haben Berlin, wir haben das Saarland — jetzt machen wir zweistellig."

(RP/rl)