Duisburger Loveparade-Katastrophe: Angeklagte weisen Vorwürfe zurück

Prozess um Duisburger Loveparade: Erste Angeklagte weisen Vorwürfe zurück

Mehrere Angeklagte im Duisburger Loveparade-Prozess haben am Donnerstag Erklärungen verlesen lassen. Für die Planung der Veranstaltung hätten andere die Verantwortung getragen, erklärten sie.

Die Verteidiger von zwei Mitarbeitern des Bauamts der Stadt Duisburg und einem Angestellten des Veranstalters Lopavent erklärten, dass für die Planung und Durchführung der Technoparade eine Vielzahl von Personen zuständig gewesen sei. Mögliche Hauptverantwortliche säßen aber gar nicht auf der Anklagebank. Auch die Polizei sei "aus der Verantwortung herausgehalten" worden. Die Anklage sei einseitig.

In den Eröffnungserklärungen vor dem Landgericht Duisburg ließen die Angeklagten zugleich ihr tiefes Bedauern über das "unermessliche Leid" der Betroffenen ausdrücken.

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Beim Loveparade-Unglück 2010 waren im Gedränge Zehntausender Menschen 21 Personen erdrückt und mindestens 652 verletzt worden. Wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent angeklagt.

(sef/lnw)