Duisburger Hafen wird zum Marktplatz für Start-ups

Junge Unternehmen : Duisburger Hafen wird zum Marktplatz für Start-ups

Startport wächst mit 20 jungen Unternehmen. Prominente Kapitalgeber folgten der Einladung am Donnerstag.

Bei der ersten „Startport Conference“ brachte dar Duisburger Hafens am Donnerstag die 20 jungen Unternehmen unter dem Dach seines Tochterunternehmens mit Investoren und Konzernen zusammen. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) und Hafenchef Erich Staake eröffneten das Treffen im Obergeschoss der Küppersmühle.

Die Veranstaltung soll Maßstäbe setzen für die Logistik und für die Strahlkraft der Gründer-Szene der Region Rhein-Ruhr, sagte Staake: „Unsere Start-ups sind ein Magnet für internationale Investoren und Industrie-Konzerne. Wir sind sehr stolz, allen gemeinsam hier im Hafen die richtige Bühne zu bieten.“ Die Region verfüge über großes Potenzial für die Logistik und die Digitalisierung, so Peter Trapp, Geschäftsführer von Startport: „Die richtigen Investitionen aus Industrie und Venture Capital bringen uns gut voran.“ Die Hafen-Tochter in der Werhahnmühle im Innenhafen ist in den 18 Monaten seit ihrer Gründung fünf auf 18 junge Unternehmen gewachsen, die digitale Geschäftsmodelle für die Logistik entwickeln. Erich Staake denkt bereits an Erweiterung: „Wir werden schon als führend im Bereich der Logistik-Start-ups wahrgenommen. Das sollte uns ermutigen, das konsequent auszubauen.“

Das Wachstum ist auch der Venture Capital-Szene nicht verborgen geblieben. Mit dabei waren unter anderem Kapitalgeber und Investoren von Earlybird Venture Capital, Coparion, TEV I Tengelmann Ventures, DN Capital, Almaz Capital und Silicon Valley Bank. Im Industriepanel diskutierten Vertreter von Borussia Dortmund, Klöckner & Co, Initiativkreis Ruhr, Deutsche Bank und Thyssengas.

Klöckner, RAG-Stiftung, Borussia Dortmund, Evonik und Vertreter des Initiativkreises Ruhr fördern durch Kooperationen und Mentoring die Ideen der Gründer. In dieser Umgebung entstehe damit die Chance, an Arbeitsplätze zu sichern und neue, zukunftsfähige zu schaffen, so Staake: „Bei Startport finden Sie 20 Beispiele für Mut, Erfindergeist und unternehmerischen Erfolg.“

Andreas Pinkwart verwies auf das dichteste Netz Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in ganz Europa, das die Logistik des Reviers umgibt. „Hier können Sie viele Millionen gut investieren“, rief er den Investoren zu. NRW sei führend auf den Zukunftsfeldern der Cyber-Sicherheit und der künstlichen Intelligenz, die Gründung und Ansiedlung von neuen Forschungseinrichtungen. Absolventen der Universitäten hätten im Ruhrgebiet die Chance, ihr Wissen in der Praxis anzuwenden und aus Ideen ein Geschäft zu machen: „Wenn Sie mit Industrie, Handel und Wissenschaft zu tun haben, sind Sie hier genau richtig.“

Beeindruckt ist der Wirtschaftsminister von der rasanten Startport-Entwicklung. Bei der Eröffnung vor anderthalb Jahren hatte Andreas Pinkwart nur ein Team begrüßt. „Ich war aber fest davon überzeugt, dass es unter Ihre Regie rasch wächst“, sagte er zu Erich Staake.

(ma)