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Duisburger Hafen und Schweizerische Rheinhäfen kooperieren bei digitaler Platfform

Logistik und Digitalisierung : Duisburger Hafen kooperiert mit Häfen in der Schweiz und in Frankreich

Der Duisburger Hafen wird künftig mit Häfen in der Schweiz und in Frankreich eine gemeinsame digitale Palattform betreiben. Dadurch sollen auch die Logistikprozesse in Duisburg künftig weiter verbessert werden.

Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) und die Ports de Mulhouse-Rhin (CCI Grand Est) unterzeichnen als Gesellschafter der RheinPorts GmbH (RheinPorts) eine Grundsatzvereinbarung über eine Partnerschaft mit der Duisburger Hafen AG (duisport). Das teilte der Hafen am Donnerstag mit.

Dabei werde duisport den Gesellschafterkreis erweitern und ebenfalls in RheinPorts investieren. Die nötigen Gremienfreigaben lägen bereits vor, Gesellschaftsverträge würden kurzfristig unterzeichnet.

Zentrales Ziel der Zusammenarbeit sei es, das von RheinPorts betriebene System „RheinPorts Information System“, eine digitale Verkehrsmanagementplattform für Containerverkehre per Binnenschiff, künftig unter Beteiligung von Europas bedeutendsten Hinterland-Hub effizient weiterzuentwickeln. Konkret soll die vorhandene Plattform schrittweise um Anwendungen erweitert sowie auf weitere Gütersegmente und Verkehrsträger – wie zum Beispiel die Schiene – ausgebaut werden.

Durch die bevorstehende Beteiligung von duisport erhält RheinPorts nicht nur einen weiteren Gesellschafter, sondern profitiere in seiner künftigen Entwicklung insbesondere von der Erfahrung und dem Netzwerk des weltweit größten Binnenhafens, heißt es. Gleichzeitig setet duisport damit auf „einen weiteren innovativen Lösungsansatz zur nachhaltigen Verbesserung der Logistikprozesse“ am Standort Duisburg, entlang des Rheins sowie generell im Hinterland.

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Das RheinPorts Information System (RPIS) sei in Europa das erste umfängliche Hafenkommunikationssystem (Verkehrsmanagementplattform) im Hinterland. Es decke heute die Abwicklung von Containerschiffen an zahlreichen Binnenhäfen am Oberrhein ab.

Vereinfacht ausgedrückt würden über das System notwendige Informationen zwischen allen relevanten Anspruchsgruppen in internationalen Lieferketten ausgetauscht, um den physischen Warentransport und insbesondere den Umschlag an Logistik-Hubs bestmöglich zu unterstützen.

Künftig werde das RPIS, insbesondere auch mit der Beteiligung von duisport, um weitere Funktionalitäten und Gütersegmente erweitert. So sollen zum Beispiel wesentliche Zollprozesse für die Binnenschifffahrt zwischen der Schweiz und der EU über das RPIS abgewickelt werden. Auch werde RPIS Anwendungen für den Schienengüterverkehr an Logistikknoten anbieten.

„RheinPorts hat das Ziel, das Hafenkommunikationssystem gemeinsam mit Partnern und Anwendern kontinuierlich funktional und geographisch gemäß Marktanforderungen zu erweitern. Die Plattform soll einen Standard am Rhein und im europäischen Hinterland bilden“, heißt es in einer Mitteilgung. Künftig werde RPIS als intelligente Dienstleistungsplattform ausgebaut und in die Warenströme und Lieferketten integriert, zu einer sogenannten „Smart Port and Logistics Service Platform“.

„Die Partnerschaft mit duisport ermöglicht es uns, die Digitalisierung zur Vernetzung der Häfen und der Binnenschifffahrt entlang des Rheins mit großen Schritten voran zu bringen. RPIS ist im Markt etabliert, die Mehrheit der Reedereien und Terminalbetreiber im Raum Basel nutzt die Plattform heute“, so Florian Röthlingshöfer, Direktor Schweizerische Rheinhäfen.

Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, erklärte, das Konzept der Verkehrsmanagementplattform werde auch den Standort Duisburg voranbringen.

Gilbert Stimpflin, Präsident CCI Grand Est: „Der Port de Mulhouse ist einer der Gründungsväter der RheinPorts vor über 15 Jahren gewesen. Die Erfolgsgeschichte von RheinPorts beweist, dass der kollaborative Ansatz, mit vereinten Kräften Herausforderungen gemeinsam zu meistern, der richtige Weg ist. Wir sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit duisport unsere führende Position in der Digitalisierung mit RPIS ausbaut.“

(mtm)