Duisburger feiern ihr Stadtfest mit jeder Menge Schlager

Mit jeder Menge Schlagermusik : Duisburger feiern ihr Stadtfest

Zehntausende Menschen besuchten vier Tage lang die Königstraße. Sie feierten die Musik auf den Bühnen und genossen die entspannte Atmosphäre.

Der Wettergott scheint ein Herz für Schlager-Fans zu haben. Zumindest konnte man am Samstag auf dem Stadtfest diesen Eindruck gewinnen. Als Ina Colada um kurz vor 18 Uhr die Stadtwerke-Bühne betrat, schloss Petrus die Schleusen. Am Nachmittag hatte es bisweilen in Strömen geregnet. Später, beim Auftritt von Norman Langen, zeigte die Sonne sogar zwischen einzelnen Wolken ihr schönstes Lächeln. Vier Tage lang glich die Königstraße einer Partymeile. Das Stadtfest lockte Zehntausende Besucher in die City.

Musikalisch war mal wieder für jeden Geschmack etwas dabei. Unmittelbar nach dem traditionellen Fassanstich am Donnerstag mit Oberbürgermeister Sören Link folgte der erste Höhepunkt: Jil Cleese und Patrick Stanke, beide Hauptdarsteller des Musicals „Wallace“, zeigten stimmlich, worauf sich die Besucher ab November freuen dürfen. Dann feiert das Musical seine Premiere im Theater am Marientor. Am Freitag  begeisterte die Coverband „Queen Kings“ das Publikum mit sämtlichen Klassikern von Freddie Mercury wie „Bohemian Rhapsody“ oder „We will rock you“. Ray Wilson, Ex-Genesis-Sänger, und seine Band sind aufgrund ihrer Auftritte in den vergangenen Jahren mittlerweile so etwas wie Stammgäste auf dem Stadtfest. Beinahe zeitgleich wie „Queen Kings“ standen sie am Kuhtor auf der MTW-Brüggemann-Bühne.

Die Stimmung bei den Musikfans vor der Hauptbühne war bestens. Foto: Christoph Reichwein (crei)

Wer sich am Samstagabend am City-Palais aufhielt, der konnte oder wollte Schlager hören. Dicht gedrängt tummelten sich die Besucher. Jeder wollte den besten Blick haben und nichts verpassen. Ina Colada machte mit Hits wie „Ein schöner Tag“ und „Luftmatratze“ den Auftakt. Gefolgt von Norman Langen. „Er ist endlich da, wir haben lange gewartet. Er ist oft von euch gefordert worden“, kündigte Moderator Bülent Aksen den Sänger an. Und dieser war von Beginn an auf Betriebstemperatur. „Seid Ihr gut drauf? Die Hände in die Höhe“, so Langen und sang daraufhin seinen Hit „Ich bin nur Einer von Millionen.“ Fast 45 Minuten dauerte sein Auftritt. Die Fans wollten ihn partout nicht von der Bühne lassen – zweimal musste er eine Zugabe geben. Hinter der Bühne wartete unterdessen ja noch ein ganz besonderer Gast: Christian Anders. „Er war seiner Zeit voraus“, sagte Aksen ins Mikrofon. „Er hatte schon damals das Dilemma der Deutschen Bahn erkannt.“ Seine humorvolle Anspielung galt dem Christian-Anders-Lied „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“. Zu der Melodie von „Als ich dich fand, ging die Sonne auf“ betrat er die Bühne in weißer Hose, weinroter Jacke und Pferdeschwanz. Generationenübergreifend zeigte sich das Publikum textsicher. Dann kam jenes Lied, das den heute 74-Jährigen einst berühmt machte. Die Zeile „Oh Maria, ich hab dich lieb“ erklang geradezu inbrünstig aus Hunderte von Kehlen.

Auch die Kinder kamen bei Stadtfest auf ihre Kosten. Foto: Christoph Reichwein (crei)

Colada, Langen und Anders bereiteten die Bühne für Jörg Bausch. Jahr für Jahr weiß er als Dauergast wie er das Publikum auf dem Stadtfest anheizt und in Party-Stimmung versetzt. Den krönenden Abschluss lieferten schließlich Alicia-Awa Beissert und Momo Chahine, beide Teilnehmer der diesjährigen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ und dem Gewinner der Casting-Show Davin Herbrüggen. Während zwischen City-Palais und Forum sich die Besucher an den Bierbuden und in Richtung Bühne drängten, ging es am Kuhtor ein bisschen gemütlicher zu. Auf Bierzeltgarnituren nahmen die Besucher Platz, genossen ihr Pils und die Musik – unter anderem von der Akkustikband Doris D und der Westernhagen-Coverband Willenlos.

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