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Duisburg: Zukunft der Golfübungsanlage in Hüttenheim bleibt ungewiss

Warum das Gelände brach liegt : Zukunft der Golfübungsanlage in Hüttenheim bleibt ungewiss

Der Golftrainer hat seinen Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt. Die „Ideenfindung“ für eine künftige Nutzung sei erst im „Anfangsstadium“, so die Stadt.

Am Förkelsgraben gleich neben dem Parkplatz für das XXL-Fitnesscenter in Hüttenheim liegt eine Grünanlage, die im Besitz von Duisburg Sport ist. Hier erstreckt sich auf 30.000 Quadratmeter ein Gelände, das in den vergangenen Jahren als Golfübungsanlage genutzt wurde. Verpachtet hat die Anlage der TC Grunewald, der in der Nachbarschaft seine Tennisanlage hat. Pächter war ein Golfprofessional, der hier Schnupperkurse für alle diejenigen angeboten und ausgeführt hat, die für die Platzreife üben wollten. Und spätestens, wenn die künftigen Golfspieler das begehrte Zertifikat in der Hand halten, treten die meisten in einen Golfclub ein, wo sie ihr Spiel professionalisieren. Davon gibt es gerade im Umland von Duisburg eine große Auswahl.

Der Golftrainer hat seinen Pachtvertrag nun zum Jahresende gekündigt. Die Pflege und Wartung der riesigen Fläche war zu aufwändig geworden, gleichzeitig war die Nachfrage nach Schnupperkursen gesunken. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat dem Betrieb arg geschadet, da auch diese Golfübungsanlage, genau wie alle übrigen Sportanlagen, für einige Monate geschlossen werden mußte.

Nun laufen die Verhandlungen über die Zukunft der Anlage. Ehemaliger Eigentümer waren die Mannesmann Hüttenwerke. Die haben es an die Stadt Duisburg verkauft, mit der Auflage, die Anlage einem gemeinnützigen Zweck zukommen zu lassen.

Die Stadt Duisburg wiederum hat die Anlage an Duisburg Sport weitergeben, einer Gesellschaft, die von der Stadt ausgegliedert wurde. So war sie eingebettet in eine perfekte Infrastruktur, bestehend aus der Tennisanlage des TC Grunewald, dem Fußballclub des VFL Duisburg und eben der Golfübungsanlage. Ein perfektes Trio, wie es scheint. Dabei war noch bis vor Monaten von einem Spaßbad die Rede, das der Betreiber des benachbarten XXL-Fitnesscenters hier bauen lassen wollte. Doch der Plan scheiterte an den zu hohen behördlichen Auflagen. Nun ruht die Anlage, Wildblumen und Unkraut haben ein Leichtes, in die Höhe zu wachsen. Auf Nachfrage der Redaktion teilt uns die Stadt folgendes mit: „Für die betreffende Fläche besteht eine Beschränkung der Nutzungsmöglichkeiten auf den Bereich Sport und Freizeit. Dementsprechend werden weitere Sondierungen geprüft, um eine andere als die bisher geplante Nutzung des Geländes zu verwirklichen. Das sich die entsprechende Ideenfindung erst im Anfangsstadium befindet, können hierzu noch keine weiteren Aussagen gemacht werden“.

(gs)