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Duisburg: zehn Millionen Euro für die IGA 2027

Wieviel die IGA kosten soll : Zehn Millionen für die IGA 2027

Die Vorbereitungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 gehen in eine entscheidende Phase: Mit rund 8,3 Millionen Euro soll das Land IGA-Teilprojekte fördern. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei rund zwei Millionen Euro.

Ein Schiffsanleger für die „Weiße Flotte“ im Rheinpark, neue Bäume, eine Erweiterung des Skateparks, eine Beachvolleyballfläche, Erneuerung der Graffiti und ein neues Lichtkonzept – die Pläne für die Gestaltung des Rheinparks für die IGA werden konkreter. Müssen sie auch, denn nach einem entsprechenden Förderantrag, für den der Rat in seiner Sitzung am 15. Juni grünes Licht geben soll, ist die Bewilligung durch das NRW-Umweltministerium bereits für das dritte Quartal in Aussicht gestellt worden. Das funktioniert aber nur nach einer Erstellung einer Machbarkeitsstudie, für die es schon eine ganze Reihe konkreter Projekte gibt (Box) .

Eines der wichtigsten Projekte dabei ist der Wasserturm im Rheinpark, der wie berichtet umgebaut und wieder nutzbar gemacht werden soll. Ab September soll es einen internationalen Realisierungswettbewerb geben, bei dem weitere Konkretisierungen vorgenommen werden sollen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 10,4 Millionen Euro beträgt der Eigenanteil der Stadt 20 Prozent, also etwas mehr als zwei Millionen Euro, das Land steuert 8,325 Millionen dazu.

Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erstrecken sich über mehrere Jahre. So soll mit dem Umbau des Wasserturms im Januar 2021 begonnen werden, die Fertigstellung ist aber erst für Dezember 2026 terminiert. Mit dem Schiffsanleger für die „Weiße Flotte“ am Rheinpark soll 2024 begonnen werden, die Erweiterung des Skakteparks könnte im Juni 2023 starten.

Die IGA 2027 ist eine dezentral geplante Veranstaltung, von denen der „Zukunftsgarten RheinPark“ einer der drei Hauptstandorte neben Dortmund und Gelsenkirchen sein soll, für den Besucher auch Eintritt zahlen müssen. Dabei soll die Frage „Wie wollen wir morgen leben, wohnen und arbeiten?“ Antworten in der Stadtentwicklung, der Freiraumgestaltung, der Umweltentwicklung und des bürgerlichen Miteinanders geben. Der „Zukunftsgarten“ liegt in Hochfeld und dem benachbarten Wanheimerort und soll nach den Vorstellungen der Verwaltung Duisburg als „lebenswerte, grüne Stadt am Rhein international präsentieren und so bei den Besuchern einen bleibenden positiven Eindruck“ erzielen. Im Rheinpark soll auch ein Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude geschaffen werden, „das für die Besucher Natur, Nahrung und Energie im globalen Zeitalter mit ihren gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und technischen Facetten erfahrbar macht“, schwärmen die Macher.

Davon profitieren soll auch das benachbarte künftige Stadtquartier „RheinOrt“, für das bekanntlich zurzeit die letzten Überreste der ehemaligen Arcelor-Walzdrahtstraße von dem Abriss- und Projektentwickler Ferraro Group beseitigt werden. Die Stadt hofft, dass in dem Quartier künftig 4000 Menschen leben und 5000 Arbeitsplätze entstehen könnten.

Darüber hinaus beteiligt sich Duisburg an der IGA mit dem städteübergreifenden Projekt „Parklandschaft Ruhr“ gemeinsam mit Mülheim und Oberhausen. Außerdem soll es noch eine dritte Ebene, genannt „Mein Garten“ geben. Dabei geht es auch um Mitmachaktionen für lokale Vereine und Gruppen in der Region.