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Duisburg: Wollfest im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Nadel und Faden im Museum : 1500 Besucher beim ersten Duisburger Wollfest

30 Aussteller aus ganz Deutschland kamen nach Duisburg ins Museum der Deutschen Binnenschifffahrt.

Wolle(n) wir oder wolle(n) wir nicht? Diese Frage stellten sich die beiden Handfärberinnen für Strickgarne Mascha Dähne und Andrea Lenz nach ihrem gemeinsamen Besuch des „Leipziger Wolle-Festes“ im vergangenen Jahr. Nach etwas Bedenkzeit sagten sie schließlich Ja und veranstalteten am vergangenen Wochenende das erste Duisburger Wollfest unter dem Titel „Kielgeholt“ im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg-Ruhrort.

Und das war gut so! Denn „der Erfolg ist mit den Tüchtigen“. Das sagt schon der Volksmund. Auf diese Weise wurden ihre Kreativität, ihr Mut, ihr Fleiß und ihr Durchsetzungsvermögen mit einem durchweg gelungenen Fest belohnt. Dähne beschreibt die Eingangssituation so: „Es ist Samstagmorgen. Durch die Eingangstüren des Museums sind viele wartende Wollsüchtige zu sehen. 10 Uhr: Die Besucher strömen hinein und bleiben in Trauben an den Halleneingängen stehen – sind fasziniert. Es werden Fotos gemacht. Dann werden die Ausstellungsstände gesichtet und geentert.“

30 Aussteller aus ganz Deutschland waren ins Kreativquartier Ruhrort gekommen. Dazu kamen mehrere Vortragende, die verschiedene Workshops rund ums Stricken, Spinnen und Häkeln durchführten. Nochmals Dähne: „Die Resonanz auf unser Erstlingswerk war überwältigend. Denn mittags wurde es richtig voll. Da platze das Museum fast aus allen Nähten.“

Insgesamt kamen rund 1500 Besucher an beiden Tagen. Viele davon waren kaufkräftig, was die Aussteller und Händler wiederum freute. „Viele Besucherinnen, mehr als anderswo, hatten ihre Männer mitgebracht. Während die Frauen shoppen waren, konnten sich die Herren dankbar das Museum anschauen. Einige von ihnen waren überrascht, wie bunt das Museum und groß die Woll-Community ist. Die Stimmen nach einer Wiederholung sind laut. Doch Andrea und ich müssen jetzt erst einmal realisieren, was da am Wochenende passiert ist“, so Dähne.

Ruhrort hat also nicht nur eine aktive „Strickguerilla“, die demnächst ihr „Unwesen“ auf der „ExtraSchicht“ anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Landschaftsparks treibt, sondern auch ein äußerst erfolgreiches Wollfest veranstaltet, welches nach Wiederholung schreit.