Duisburg: Wirtschaftsbetriebe bringen 30.000 Tonnen nach Holland

Papierbündelsammlung der WBD : 30.000 Tonnen Altpapier gehen nach Holland

Die Duisburger Wirtschaftsbetriebe feiern das 15. Jubiläum der Papierbündelsammlung – ein System, das sich bewährt hat.

Seit 15 Jahren gibt es bereits die Papierbündelsammlung der Wirtschaftsbetriebe (WBD). Seit 2004 fahren Fahrzeuge durch die Stadt und laden an festen Tagen Papier und Kartonagen ein, die Bürger komfortabel an die Straße vor ihrem Haushalt stellen können.

Auch heute noch spricht Ingo Wiele, Geschäftsbereichleiter Abfall bei den WBD, von einem „guten und komfortablen System für die Bürger“. Eingeführt worden sei die Papierbündelsammlung aus zwei Gründen, sagt er. Erstens um die Menge an Altpapier zu steigern, da es sich um einen wertvollen Rohstoff handle, der leicht recycelt werden könne. Wurden 2003 noch lediglich 24.000 Tonnen Altpapier gesammelt, sind es heute knapp 6000 Tonnen mehr pro Jahr. „Wir sammeln mittlerweile deutlich mehr Altpapier ein, weil das neue System bürgerfreundlich ist“, erklärt der Geschäftsbereichleiter Abfall. Zudem käme durch den gestiegen Online-Handel auch mehr Papier und Pappe in den Haushalten zusammen.

Das Altpapier landet zuerst an zwei Sammelpunkten in Hamborn und Hochfeld und wird dann per Lkw an einen Weiterverarbeiter ins Ausland gebracht. „Unser Altpapier geht zu einer Papierfabrik nach Holland“, sagt Wiele. „Dort wird es fast zu einhundert Prozent zu neuen Kartonagen verarbeitet.“ Zudem wird nach Angaben der WBD etwa 75 Prozent des Papiers durch Altpapier hergestellt.

Zweitens sei die Papierbündelsammlung eingeführt worden, um das Stadtbild zu verschönern. Das alte System bestand aus Containern mit Einwurfschlitz, zu denen Bürger ihr Altpapier selbst bringen mussten. „An den Container ist der Schlitz schnell verstopft gewesen“, sagt Wiele. „Deshalb haben viele Bürger ihr Altpapier einfach neben den Container gestellt.“ Mit dem neuen Abhol-System sei dieses Problem behoben worden. Nun stünden Papier und Kartonagen maximal nur noch einen Tag draußen an der Straße.

2008 führten die Duisburger Wirtschaftsbetriebe dann eine noch saubere Lösung für die Entsorgung von Altpapier ein: die blaue Tonne. Die kostenlose Tonne, die in drei Größen verfügbar ist, macht es überflüssig, Papier und Pappe an die Straße zu stellen.

Doch nicht an jedem Standort sei es möglich, eine blaue Tonne aufzustellen, sagt Wiele. „Im verdichteten Innenstadtbereich ist es oft nicht erlaubt, eine Tonne auf den Gehweg zu stellen.“ In diesen Fällen sei die Papierbündelsammlung weiter die beste Lösung. Im Trend sei allerdings die blaue Tonne. Rund 60 Prozent des Altpapiers aus Duisburgs Haushalten lande mittlerweile in diesem Behälter.

(jlu)