Duisburg wird Mitglied im Förderverein der NRW-Stiftung

Für Kultur- und Naturprojekte : Ein halber Cent pro Einwohner

Das Binnenschifffahrtsmuseum, die Neupräsentation der Mercatorsammlung, der Ruhrorter Dampfkran – all dies wäre ohne die NRW-Stiftung nicht möglich gewesen. 2019 gehört nun auch Duisburg dem Förderverein der Stiftung an.

8000 Mitglieder hat der Förderverein der NRW-Stiftung, darunter 131 kreisangehörige Städte und 47 Gemeinden, daneben 20 von 22 kreisfreien Städten. Nur Duisburg und Wuppertal fehlen noch. Das wird sich nun ändern: Beide Städte werden 2019 ebenfalls Mitglied.

Ein einstimmiger Ratsbeschluss hat den Weg dafür freigemacht – und obwohl es sich sich um eine freiwillige Leistung handelt, hatte die Kommunalaufsicht keine Bedenken. Angesichts der Kosten der Mitgliedschaft – pro Einwohner ein halber Cent im Jahr, das sind rund 2500 Euro für Duisburg – ist das nachvollziehbar. Denn umgekehrt profitiert auch unsere Stadt ganz erheblich vom Engagement der Stiftung. Insgesamt mehr als 1,6 Millionen Euro sind bisher für zahlreiche Projekte nach Duisburg geflossen.

Der Löwenanteil von über einer Million Euro ging an das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Ruhrort. Daneben decken die geförderten Maßnahmen eine große Bandbreite ab und reichen von der naturnahen Umgestaltung des Kindergartens an der Friemersheimer Straße über die Publikation eines Synagogen-Gedenkbuches durch das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte bis zur Restaurierung des historischen Dampfkrans in Ruhrort. Weitere Projekte waren unter anderem auch die Restaurierung der Lohmühle in Baerl, die Durchführung einer Tagung zum Thema „Industriedenkmale in Nordrhein-Westfalen“ oder die Einrichtung des Geschichtszentrums „Hüttenbetrieb Meiderich“.

Um den Beitritt Duisburgs aktuell zu machen, übergab der Vorsitzende des Fördervereins, Ex-Staatsminister Michael Breuer, gemeinsam mit Eckhard Uhlenberg die Mitgliedsurkunde an Oberbürgermeister Sören Link. „Der Mitgliedsbeitrag ist gut angelegtes Geld, das letztlich wieder in die Förderung des Naturschutzes und die Kulturarbeit in NRW investiert wird“, so Uhlenberg. Dezernent Thomas Krützberg wies auf die zunehmende Bedeutung von Fördervereinen hin: „Gerade in meinem Dezernat mit den Bereichen Familie, Bildung, Kultur und Soziales sind Fördervereine in vielen Fällen zu einem unverzichtbaren Bestandteil geworden, um bestimmte Projekte überhaupt auf die Beine stellen zu können.“ Er sei zuversichtlich, dass die Arbeit der Stiftung auch künftig positiv spürbar die Stadtgesellschaft in Duisburg bereichern werde.

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