Duisburg will auf der Expo Real auftrumpfen

Immobilien: Duisburg will auf der Messe auftrumpfen

Mit einer ganzen Reihe von Projekten ist Duisburg ab dem heutigen Montag auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München präsent. Dazu gehören die „Duisburger Freiheit“, der Friedrich-Park in Marxloh, das „Quartier 1“, 6-Seen-Wedau und das Mercator-Quartier.

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen will, mit welchen Projekten „Duisburg plus“ – also die Stadt, städtische Institutionen wie die Gebag, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg und Partner der Privatwirtschaft – nach München reisen, der kann sich informieren unter www.duisburg-update.de. Hier ist ersichtlich, an wen sich Investoren oder Nutzer von Gewerbe- und Wohnimmobilien wenden können und welche „Immobilienkennzahlen“ die einzelnen Objekte aufweisen: vom Architekturentwurf und der Bruttogeschossfläche über Investitionsvolumina bis hin zu Teilbarkeiten von Flächen. „Dieses Jahr wird es auf der Messe kein weiteres gedrucktes Material geben. Alle Informationen sind jetzt online für alle Interessierten und Involvierten einsehbar“, so Gebag-Chef Bernd Wortmeyer, „so konnten wir auch noch ganz kurzfristig unser neues Projekt „Güterbahnhof“ mit aufnehmen.

„Die Website wird im Gespräch mit Interessenten und Partnern auf dem Stand der Metropole Ruhr das erste Medium sein, um unsere Projekte und die Stadt Duisburg vorzustellen“, so Oberbürgermeister Sören Link. Für Wirtschaftsdezernent Andree Haack wird es seine erste Expo Real in neuer Funktion sein: „Mir ist es ein Anliegen, mich den Akteuren der Immobilienbranche als Wirtschaftsdezernent vorzustellen. Ich möchte mit den wichtigen Playern ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und Kooperationen ausloten.“

Nächstes Projekt im Quartier I der Aurelis südlich des Hauptbahnhofsgebäudes wird der Bau des „Duisburg Central Office“ (DCO). Nach einem Entwurf der Duisburger Architekten Kohl:Fromme wird ein viergeschossiges Bürogebäude mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 12.000 Quadratmetern entstehen. Zuletzt war neben dem Bahnhof das neue Parkhaus eröffnet worden, die Immobilie des Landesumweltamtes steht kurz vor der Fertigstellung.

Das „Quartier I“ der Aurelis soll weiter wachsen. Darüber wird auch in München geredet.

Im Fokus steht auch der künftige „Friedrich-Park“ auf dem früheren Schacht 2/5-Gelände in Marxloh. Hier soll die Brachfläche revitalisiert und ein Gewerbegebiet für kleine und mittlere Unternehmen entstehen. Zum anderen ist das Ziel, Grünflächen und die Sicherung einer Trasse für den ersten Bauabschnitt der Süd-West-Querspange Hamborn/Walsum herzustellen. Die städtebauliche Aktivierung des seit längerem brachliegenden Standortes soll zur Verbesserung des Angebotes an gewerblichen Bauflächen, zur verkehrlichen Entlastung Marxlohs und zu einer Verbesserung der Freiflächenversorgung sowie des Naherholungsangebotes in den Ortsteilen Marxloh und Fahrn beitragen.

Marxloh aus der Luft mit dem Gelände für die Bebauung von Schacht2/5, dem künftigen Friedrich-Park. Foto: Stadt Duisburg
  • Baustelle : Gebag-Quartier nimmt Form an

Ebenfalls in München dabei: Das Projekt „RheinOrt“ in Hochfeld. Hier wird ein neues Stadtquartier in am Rhein und nah an der City geschaffen. Der neue Standort ist 60 Hektar groß. Die Fläche erstreckt sich 1,4 Kilometer entlang des Ufers vom Kultushafen im Süden bis zur Brücke der Solidarität im Norden. 21 Hektar des Gesamtareals sind als zukünftige Baufläche für Wohnen und Gewerbe vorgesehen. Schrittweise verlagert die Stadt Duisburg gemeinsam mit der Wirtschaft die Schwerindustrie vom Rheinufer hin zu bestehenden Industriearealen. Sie ergreifen damit die Chance, ein über 150 Jahre benutztes Industriegelände zu einem hochwertigen Standort mit Zukunftsperspektive zu machen.

Unmittelbar am Schwanentor ist das „7-Days-Premium-Hotel“ geplant – ein weiteres wichtiges Projekt. Foto: Uwe Koeppen, Stadt Duisburg/AMT

Auch mit dem Projekt 6-Seen-Wedau hofft Duisburg auf der Messe punkten zu können Das Vorhaben ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen. Auf rund 60 Hektar, das entspricht etwa der Größe von 84 Fußballfeldern, soll ein regional bedeutsames Wohngebiet mit rund 3000 Wohneinheiten entstehen. Eine hohe Lebensqualität, verbunden mit infrastrukturellen Angeboten, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und Freizeitmöglichkeiten in Wasserlage soll den neu entstehenden Stadtteil prägen.

Das Vorhaben ist bekanntlich allerdings nicht ganz unumstritten. Dabei geht es um Verkehrsprobleme, den Zugang zum See und die Struktur der entstehenden Wohneinheiten.

Projektträger sind die DB Immobilien und die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) aus Essen. Sie wurden 2015 vom Grundstückseigentümer, der DB Station & Service AG beauftragt, die Entwicklung der Flächen auf den Weg zu bringen. Die Gebag tritt als Erschließungsträgerin, Bauherrin für den Landschaftsbau sowie einen Teil des öffentlich geförderten Wohnungsbaus auf dem Gelände im Duisburger Süden auf.

(mtm)
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