Duisburg: Wilfried Schaus-Sahm im Künstlerhaus an der Goldstraße 15

Ausstellung im Künstlerhaus : Von der Arbeit am Rundbild

Wilfried Schaus-Sahm stellt ab Freitagabend im Künstlerhaus an der Goldstraße 15 aus.

Wann immer Wilfried Schaus-Sahm eine Sache künstlerisch in die Hand nimmt, scheint sie gut zu werden. So war es 1997, als er das Duisburger Traumzeitfestival gründete und es zwölf Jahre lang künstlerisch leitete; so war es 2012, als er die „Mercator-Matineen“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum erfand und sie seitdem erfolgreich als Kurator begleitet; und so war es nochmals 2012, als er das spätere „Sommerton“-Festival auf Schloss Diersfordt in Wesel aus der Taufe hob und acht Jahre lang dort als künstlerischer Leiter agierte.

Nun stehen gleich drei bemerkenswerte Kunst- und Kulturereignisse von ihm zum Besuch an: Am Sonntag, 29. September, findet die hochkarätig besetzte Matinee-Diskussion zu „450 Jahre Mercator-Projektion“ statt; am kommenden Sonntag, 22. September, startet seine neue Konzertreihe „Acoustics“ – eine Art Nachfolgeprojekt von „Sommerton“ – in der Schlosskirche Diersfordt, während er jetzt am Freitag, 20. September, zur Vernissage seiner Ausstellung „Tondo“ ins Künstler- und Atelierhaus in die Goldstraße 15 (Nähe Dellplatz) einlädt. Die Ausstellungseröffnung findet um 19 Uhr statt und wird von der Kölner Komponistin und Saxofonistin Christina Fuchs musikalisch begleitet, die er aus seiner Traumzeit-Ära kennt und eigens für „Tondo“ eine Auftragsarbeit komponiert hat.

„Tondo“ hat Schaus-Sahm seine Ausstellung genannt, weil die 36 gezeigten Exponate kreisrunde farbige Tusche-, Acryl- und/oder Collage-Arbeiten auf Metallplatten sind, die mit Passepartout versehen hinter Glas gebracht wurden. Ein „Tondo“, sagt die Kunstwissenschaft, ist ein Rundbild und kann als Gemälde oder Relief gestaltet sein. Das Wort ist eine abgekürzte Form vom italienischen „rotondo“ („rund“). „Auf das Rundbild-Format bin ich gekommen“, so Schaus-Sahm, „weil meine bisherigen Arbeiten eher großräumige Museumsmaße bedienen mussten. Diesmal war mein Malprozess ganz stark von Meditation, Reflexion und Musik bestimmt, was mich sehr glücklich macht.“

Die hier ausgestellten kreisrunden Bildwerke haben alle einen Durchmesser von 42 Zentimeter. Ihre Motive stammen überwiegend aus den Bereichen Natur und Technik. Neben der Raumpräsentation sind diese auch als Fotografien in einem hochwertigen Katalogbuch wiedergegeben, das vom Künstler handsigniert in kleiner Auflage vor Ort auch käuflich erworben werden kann.

Zu sehen ist die Ausstellung, die am 6. Oktober um 17 Uhr mit einer Finissage im Rahmen des „Offenen Ateliers“ endet, am Freitagabend ohne Anmeldung sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 0203 27277. Der Eintritt ist frei.

Mehr von RP ONLINE