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Duisburg: Wie der „Meidericher Hahn“ ein Symbol für Wehrhaftigkeit wurde

Kunst im öffentlichen Raum : Wie der „Meidericher Hahn“ ein Symbol für Wehrhaftigkeit wurde

Der „Meidericher Hahn“ von Wolfgang Platzen, gestiftet vom Meidericher Bürgerverein, ist das Symbol des Duisburger Stadtteils. Wie es dazu kam.

Sie verleitet uns anfangs oft zu erstaunten Fragen, mit der Zeit neigt sie zur Unauffälligkeit und scheint unserer Aufmerksamkeit zu entschwinden, weil ihr Anblick zur Normalität wird: Die „Kunst im öffentlichen Raum“.

Der Stadtteil Meiderich hat sein eigenes Symbol: den „Meidericher Hahn“ – und es ist nicht das Zebra, wie man auch meinen könnte. Anfang der 1990er Jahre schuf der Künstler Wolfgang Platzen eine Stahlskulptur und platzierte sie auf einen Findling. Entgegen der Beschreibung im Verzeichnis der Kunstwerke im öffentlichen Raum steht die Skulptur allerdings nicht auf dem Marktplatz an der Bahnhofstraße, sondern auf der Von-der-Mark-Straße in Höhe „Auf dem Damm“. Sein viel älterer Gegenpart steht übrigens am anderen Ende der Einkaufsstraße vor dem Max-Planck-Gymnasium.

Gestiftet wurde die Skulptur vom Meidericher Bürgerverein. Für den Künstler stellt die Skulptur einen lebendigen Dialog zwischen Wirklichkeitsbild und der dem Schmiedeeisen eigenen Formsprache dar. „Mögen die Meidericher Bürger ihren Hahn, ein Symbol der Überlegenheit und Wehrhaftigkeit, als eine optische Bereicherung ihres Stadtbildes erfahren“, lautete der Wunsch von Künstler Wolfgang Platzen bei der Übergabe der Skulptur im Jahr 1991.

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Dass der Hahn zum Symbol der Meidericher wurde, soll der Legende nach daran liegen, dass sie sich auf den Werften im Hafen verdingen mussten und dort angeblich keiner Prügelei aus dem Weg gingen, um sich zu behaupten.