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Duisburg: Weiter Streit um die CO-Pipeline

Duisburger Süden : Neue Runde im Streit um die CO-Pipeline

Noch bis Dienstag, 18. September, werden in allen Rathäusern der betroffenen Kommunen entlang der 67 Kilometer langen CO-Leitung die Planfeststellungsunterlagen ausgelegt, also auch in Duisburg. Insgesamt zwölf Ordner umfasst die Akte zur geänderten Projektplanung der umstrittenen Trasse der CO-Pipeline zwischen den Chemiestandorten Dormagen und Krefeld-Uerdingen.

Dazu erklärte Anna von Spiczak, umweltpolitische Sprecherin der Duisburger Ratsfraktion der Grünen: „Die Planänderung bezieht sich zum einen auf einen Teil der insgesamt 24.000 eingereichten Einwendungen zum Planfeststellungsbeschluss von 2007. Nun gilt es zu prüfen, wie umfangreich diese Änderungen erfolgt sind.“ Zum anderen müssten sechs Abweichungen im Baubereich nachträglich geheilt werden. Dies umfasse die Verlegung von Schutzmatten, das verwendete Rohrmaterial, die in Kreuzungsbereichen vorgesehenen Mantelrohre, die tatsächliche Lage der Leitung und deren Abweichungen von der bisherigen Planung, die Konfiguration der Druckregel- und Absperreinrichtungen und die Kompensation der für den Bau notwendigen Eingriffe in Natur und Landschaft. Jeder Bürger habe nun zwei Wochen Zeit, diese Pläne einzusehen und eine Stellungnahme dazu abzugeben, heißt es in einer Mitteilung er Grünen. „Auch wir Grüne werden prüfen, in welchem Umfang die Sicherheitsbedenken der Anwohner berücksichtigt worden sind“, sagte die Grünen-Politikerin. Viele der örtlichen Initiativen gegen die CO-Pipeline, so auch in Duisburg, seien mit den veröffentlichten Planungen überhaupt nicht einverstanden. Sie hätten bereits angekündigt, dagegen klagen zu wollen. „Noch stärker als bereits vor zehn Jahren ist die Durchleitung von CO über eine derart lange Strecke und durch dichtbesiedelte Wohngebiete äußerst kritisch zu sehen”, so Anna von Spiczak.