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Duisburg: Warten auf die Uni-Mensa geht weiter

Neue Mensa: Eröffnung verzögert sich noch mehr : Mensa: Bauantrag nicht genehmigt

Die Eröffnung der neuen Uni-Mensa auf dem Duisburger Campus verzögert sich erneut. Der am 20. Dezember 2017 eingereichte Bauantrag wurde nicht genehmigt. Nun sollen die „Kostentreiber“ identifiziert werden.

Die Eröffnung der neuen Uni-Mensa auf dem Duisburger Campus rückt in weite Ferne. Gestern teilte das Studierendenwerk mit, dass sich die Fertigstellung des Baus erneut verschieben wird. Der Grund ist gravierend: Der am 20. Dezember des vergangenen Jahres beim Landesministerium eingereichte Bauantrag wurde nicht genehmigt.

Blick zurück: Im Juli 2015 hatte die damalige Wissenschaftsministerin Svenja Schulze der Universität Duisburg-Essen den Bewilligungsbescheid für den Neubau einer Uni-Mensa auf dem Duisburger Campus überreicht. Damals hieß es, dass der Bau schon bald in Angriff genommen und 2018 eröffnet werde.

Wie berichtet kam es anders: Schnell stellte sich heraus, dass man mit den 23,3 Millionen Euro, die für den Neubau kalkuliert wurden, nicht auskommen kann. Es begannen schwierige Verhandlungen darüber, wie die Finanzlücke geschlossen werden kann. Im Dezember des vergangenen Jahres glaubte man beim Studierendenwerk offenbar, dass das Finanzierungsproblem lösbar sei. Jedenfalls hieß es am 21. Dezember in der RP: „Aktuell geht man im Studierendenwerk davon aus, dass die neue Mensa rund 35 Millionen Euro kosten wird. Zurzeit werde noch sondiert, wie die rund zwölf Millionen Euro, die zwischen dem Bewilligungsbescheid vom Sommer 2015 und den nun geschätzten Kosten liegen, aufgebracht werden.“ Im Dezember 2017 wies das Studierendenwerk auch darauf hin, dass das zuständige Landesministerium das Raumprogramm genehmigt habe und dass die Entwurfs- und Genehmigungsplanung abgeschlossen sei.

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Nun musste also das Studierendenwerk mitteilen, dass der Bauantrag nicht genehmigt wurde. Die „erforderlichen Anpassungen am Brandschutzgesetz“ werden in diesem Zusammenhang angeführt. Zugleich heißt es in der Mitteilung von Montag aber auch, dass die Gesamtkosten für den Neubau „erheblich höher ausfallen als zunächst angenommen“. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Aktuelle Hochrechnungen auf Basis des bisherigen Planungskonzepts belaufen sich auf 40 Millionen Euro – ohne Garantie, dass weitere Kostensteigerungen ausgeschlossen sind.“

Mit Blick auf die offenbar immer weiter in die Höhe schnellenden Kosten möchte das Studierendenwerk nun das gesamte Betriebskonzept der neuen Mensa überarbeiten. „Wir möchten verantwortungsbewusst mit den uns zugesicherten Fördermitteln und dem Geld der Studierenden umgehen“, begründet Geschäftsführer Jörg Lüken die Entscheidung, Umplanungen am bisherigen Konzept vorzunehmen. „Trotz positiver Gespräche mit dem Ministerium und der Universität Duisburg-Essen in Bezug auf weitere Fördermittel, bestünde eine zu große Finanzierungslücke. Zugunsten der Finanzierbarkeit nehmen wir in Kauf, dass die Mensa später fertig wird als geplant.“

Das Projektteam des Studierendenwerks arbeite nun „mit Hochdruck daran, Kostentreiber im Planungskonzept zu identifizieren“. Erste Angriffspunkte seien bereits ermittelt: Am Angebot für die Studierenden soll sich möglichst wenig verändern. Dafür werden Küche, Lager- und Kühlräume, Büros und die Werkstatt kleiner, aber auch die einzusetzenden Materialien werden auf den Prüfstand gestellt.

Die 800 geplanten Sitzplätze im Speisesaal sollen erhalten bleiben, auf ein variables Stuhlkonzept und eine mögliche Ausweitung des Platzangebots auf bis zu 1000 Sitzplätze wird jedoch verzichtet. Ging man ursprünglich von bis zu 4000 Essensgästen täglich aus, so sind es nach der neuen Kalkulation nur noch 3000.

Dadurch ergeben sich weitere Veränderungen: Der Gästebereich wird sich voraussichtlich nur noch auf ein Geschoss erstrecken und nicht, wie ursprünglich geplant, auf zwei Etagen.

(pk)