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Duisburg: Volkshochschule startet ins neue Semester

Weiterbildung in Duisburg : Volkshochschule startet ins Semester – von Aquafitness bis Integration

Neues von der VHS: Bereits am 29. August beginnt das Wintersemester, das 13 Wochen dauert, an der Volkshochschule Duisburg. Dabei gibt es einige Neuerungen. Geplant sind alle Veranstaltungen ohne Corona-Einschränkungen.

VHS-Direktor Volker Heckner, Gisela Böllert, Fachbereichsleiterin für Sprachen der für kulturelle Bildung zuständige Axel Voss stellten das Programm jetzt vor. Die Anmeldungen begannen bereits vor den Sommerferien. Sie sind über das Internet möglich, genauso wie die Einsicht des Programms: https://www.vhs-duisburg.de/vhs/

Die Volkshochschule bietet im Wintersemester über 1000 Angebote in insgesamt mehr als 34.000 Stunden an. Die Angebote werden von über 450 Freiberuflern durchgeführt. Neben den klassischen Kursen, die jeweils zwei Stunden pro Woche gehen, gibt es in diesem Semester auch zeitlich flexiblere Kurse. Es gibt Kurse, die in kürzeren Einheiten, die als Bildungsurlaub, die als Wochenendkurs, die als Crashkurs oder die als Exkursion angeboten werden. Aufgrund der erhöhten Nachfrage wird es des Weiteren neben den Präsenzkursen auch Kurse in einem online oder hybriden Format geben.

„Obwohl das Programm bereits im März geplant wurde, lässt sich eine Aktualität erkennen, die wir so nicht vorhersehen konnten“ sagt Volker Heckner. Dabei spielt er vor allem auf die Kurse, die sich thematisch mit der Energiekrise oder dem Umweltschutz beschäftigen, an.

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  • Prof. Volker Runde.⇥Foto: KKLK
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Auch zum Thema Digitalisierung bietet die Volkshochschule Kurse an. Hier gibt es Kurse für Menschen mit überhaupt keiner Kenntnis oder Erfahrung gegenüber technischen Endgeräten bis hin zu Spezialisierungskurse wie zum Beispiel „Fotobearbeitung“.

Die VHS hat Hauptschulabschlusslehrgänge, die durch das Weiterbildungsgesetz NRW unterstützt werden, und berufliche Bildungskurse für Softskills sowie Lernhilfen im Angebot. Zudem werden in diesen Fachbereich auch Alphabetisierungskurse, um Lese- und Schreibkenntnisse neu zu erlernen oder vertiefen zu können, angeboten. „Dafür werden wir das Beratungsangebot in der Region im kommenden Semester ausweiten“ erzählt uns Volker Heckner.

Im Bereich der Sprachen werden in diesem Wintersemester 170 Kurse angeboten. Damit sind die Sprachen einer der größten Bereiche im Programm der VHS. Insgesamt kann man 15 Sprachen an der VHS lernen. Die Kurse beginnen für Anfänger beim A1 Niveau und gehen bis zum C1 Niveau. Hier gibt es neben den klassischen Sprachkursen auch Kurse mit Schwerpunkten wie zum Beispiel Grammatik oder Wortschatz.

„Wir bieten Deutsch als Zweitsprache an und nicht als Fremdsprache. Denn die Migranten haben bereits eine Muttersprache und lernen Deutsch jetzt als zweite Sprache“ erklärt Gisela Böllert. Die Deutschkurse können entweder über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder über die VHS belegt werden. Die Anmeldung findet in beiden Fällen über die VHS statt.

Für den Berufseinstig benötigt ein Migrant das Sprachniveau B2. Die entsprechenden Kurse mit zertifizierter Prüfung können an der VHS absolviert werden. Des Weiteren bietet die VHS in diesem Wintersemester insgesamt 13 Prüfungsmöglichkeiten für den Einbürgerungstest an.

„Der Schwerpunkt liegt auf den Integrationskursen“ sagt Gisela Böllert. Seit März werden Einstiegkurse für Ukrainer angeboten. Insgesamt haben 80 Personen dieses Angebot genutzt und können zum Wintersemester in die Integrationskurse, dank des Förderprogramms des BAMFs, übergehen. Um dies zu ermöglichen wird das Kursangebot in den Duisburger Süden ausgeweitet, dahin wo eine Sammelstelle für Ukrainer geschaffen wurde. Dafür hat eine Evangelische Kirchengemeinde ihre Räume zur Verfügung gestellt. Da es aber eine Auflösung der Sammelstellen geben soll, will die VHS ihre Unterrichtsorte in ganz Duisburg ausweiten.

Neben den Kursen für Deutsch als Zweitsprache gibt es seit dem Corona-Lockdown eine Online-Lernplattform. Sie ist die größte Plattform ihrer Art in Deutschland und kann kostenlos genutzt werden. Zur Unterstützung der Ukrainer wurde die App nach Ausbruch des Krieges ins Ukrainische übersetzt, um eine Unterrichtsunabhängige Lernmöglichkeit zu schaffen.

„Die Nachfrage im Bereich der Gesundheits- und Fitnesskurse ist nach Corona stark angestiegen“ sagt Volker Heckner. „Gerade bei den Aquafitnesskursen sind viele Kurse bereits ausgebucht“. Wo noch wie viele Plätze frei sind oder wo Sie auf die Warteliste kommen, können Sie ebenfalls unter der oben genannten Internetadresse sehen. Für die Anzahl der Belegungen ist dort ein Ampelsystem integriert.

 Aquafitnesskurse gehören zu den Angeboten, die am schnellsten ausgebucht sind.
Aquafitnesskurse gehören zu den Angeboten, die am schnellsten ausgebucht sind. Foto: Momsen

Die Kurse im Bereich der politischen Bildung werden vielfach von dem Weiterbildungsgesetz NRW gefördert. Dadurch können einige Kurse entgeltfrei angeboten werden. Im Bereich der politischen Bildung gibt es beispielsweise den Kurs „Kommunalpolitische Werkstatt“, in welchen den Teilnehmern die kommunalen Gremien nähergebracht werden sollen. Dabei sollen nicht nur Vorträge gehalten werden, sondern die Abläufe im realen nähergebracht werden. „Wir wollen Politik lebendiger machen“ betont Volker Heckner.

Im Bereich der kulturellen Bildung werden eine Projekte fortgeführt, aber auch neue Projekte begonnen. „Zu den fortgeführten Projekten gehören beispielsweise die Konzerte am Freitag oder die Reihen „Starke Frauen“ und „Duisburg ist spannend““ erklärt Axel Voss.

Neu in diesem Semester sind die Projekte zur deutsch-türkischen Integration, zur Fußballweltmeisterschaft aus kultureller Sicht oder das Projekt „Zeitlupe“. Bei dem letztgenannten Projekt gibt es eine Kooperation zwischen der von der VHS organisierten Filmwoche und dem Bereich der kulturellen Bildung. Das Thema der diesjährigen Filmwoche ist die Stadt Duisburg. Das Ganze wird dann im Filmforum präsentiert.

Insgesamt geht die VHS davon aus, dass alle Kurse ohne Corona bedingte Einschränkungen absolviert werden können. Sollten Einschränkungen oder verschiedene Maßnahmen notwendig werden, hätte man die Pläne bereits in der Schublade liegen. Seitens der VHS ist man dann bereit mit Maskenpflicht, Abstandsregeln, etc. den Betrieb aufrecht zu erhalten, solange die Gesundheit der Teilnehmenden nicht gefährdet ist. Können die Kurse nicht mehr in Präsenz angeboten werden, bestehe die Möglichkeit, auf online umzustellen.