Duisburg: Verkaufsoffener Sonntag am 3. Advent 2017

Duisburg: Handel hofft auf starkes Wochenende

Das Wetter an den zurückliegenden Adventssamstagen war für gute Umsätze gar nicht geeignet. Vor allem am kommenden verkaufsoffenen Sonntag könnte es in der City endlich rappelvoll werden, hofft der Einzelhandelsverband.

Die große Hoffnung liegt auf dem dritten Adventswochenende mit dem verkaufsoffenen Sonntag: Die meisten Duisburger Einzelhändler haben wetterbedingt an den beiden zurückliegenden Wochenenden nicht die Umsätze machen können, auf die sie gehofft haben. Am 16. und 17. Dezember sollen die Kassen wirklich laut klingeln - so ihr sehnsüchtiger Wunsch.

Vor allem der zurückliegende Samstag war für die Geschäfte in unserer Stadt ein Desaster. Regen und Schneeregen - das war kein Wetter für einen gemütlichen Adventsbummel mit der Familie. Dabei ist der zweite Adventssamstag traditionell der Tag, an dem Geschenke reichlich über die Ladentheken gehen. Die Wetteraussichten lassen die Hoffnung zu, dass das kommende Wochenende endlich die erhofften Umsatzrekorde bringt. Wahrscheinlich bleibt es am Samstag frost- und schneefrei. Regen allerdings wird mit hoher Wahrscheinlichkeit fallen, aber nicht ununterbrochen. Auch der Sonntag wird nicht so winterlich wie der zurückliegende. Mit etwas Wetterglück könnte er sogar sonnig werden, so die Prognosen.

Der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Niederrhein hatte zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes noch gehofft, dass die Umsätze um zwei Prozent steigen werden. Eine mutige Erwartung, wie er nun eingesteht. Doch es sei nicht gesagt, dass dieses Ziel nicht doch noch erreichbar sei.

Teilweise erzielen die Einzelhändler in der Vorweihnachtszeit ein Viertel ihres Jahresumsatzes. Insgesamt wurden hier in 2016 rund 2,4 Milliarden Euro umgesetzt und damit inflationsbereinigt ein bisschen weniger als im Jahr zuvor. Im Vergleich mit Oberzentren in der Nachbarschaft ist das kein Spitzenplatz. "Dennoch haben auch wir hier festgestellt, dass das Konsumklima gut ist", so Bommann. In den ersten beiden Adventwochen seien Spielwaren, Bücher oder auch Unterhaltungselektronik schon gut nachgefragt gewesen, und das nicht nur im Onlinehandel. Aber vor allem die "Textiler" hofften noch auf einen kräftigen Schub. Für Winterkleidung war es erst zu warm, und dann wurde es so nass-kalt, dass die Kunden ausblieben. Das Geld, das die Kaufmannschaft jetzt nicht verdient, könnte im kommenden Jahr in der Kasse fehlen, um zu investieren. Doch das sei dringend nötig, ist auch Bommann überzeugt. Nach der Absage für das Designer OutletCenter müsse zusammen mit der Stadt die City nach vorne getrieben werden. "Das können wir nicht alleine." Denn notwendig sei beispielsweise die Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstadt. "Wenn Baustellen den Weg versperren, bleiben die Kunden aus." Die Händler müssten sich zudem kritisch mit sich selbst befassen und prüfen, wie es in ihren Geschäften aussehe und wie ihre Schaufenster dekoriert seien, fordert Bommann. Für wichtig hält er es ebenfalls, dass die Unternehmen ihre Internetpräsenz verstärken. Auch wenn nur ein Teil eigene Onlineangebote mache, die Präsentation im Netz sei enorm wichtig. "Und damit einhergeht natürlich auch, dass der Kunde kostenfreien Wlan-Empfang hat."

Noch nicht ins Detail gehen will der Einzelhandelsexperte beim Thema "Anreize für Investitionen". Hier gebe es mit der Stadt bereits Gespräche. Darin könnte es beispielsweise darum gehen, dem Citymanagement innerhalb der städtischen Werbe- und Veranstaltungsgesellschaft DU-Kontor eine stärkere Position zu geben. "Eineinhalb Kräfte sind zu wenige", so Bommann.

(RP)