Prozess in Duisburg 38-Jähriger muss wegen Tötung seines Babys in Haft

Duisburg · Drei Monate durfte der kleine Alessio leben, dann wurde er von seinem eigenen Vater umgebracht. Das Landgericht Duisburg verurteilte diesen dafür zu einer langen Gefängnisstrafe. Seine Amnesie glaubte es ihm nicht.

 Der Angeklagte (r.) beim Prozessauftakt Anfang Mai neben seinem Anwalt.

Der Angeklagte (r.) beim Prozessauftakt Anfang Mai neben seinem Anwalt.

Foto: Christoph Reichwein (crei)/Christoph Reichwein (CREI)

Was genau sich am Abend des 14. Oktober 2020 in einer Duisburger Wohnung abgespielt hat, wird sich wohl nie vollständig klären lassen. Doch eins war für das Landgericht klar: Ein 38-jähriger Vater hat seinen erst drei Jahre Monate alten Sohn so lange gewürgt, bis dieser schwere Hirnschäden erlitt. Der Junge, Alessio, starb später im Krankenhaus, der Vater muss für sieben Jahre wegen Totschlags in Haft. Nach eineinhalb Jahren soll er nach dem Willen des Gerichts in eine Therapieeinrichtung verlegt werden.