Duisburg: Uferretter präsentieren fünf konkrete Ansätze für 6-Seen-Wedau

6-Seen-Wedau : Uferretter präsentieren fünf konkrete Ansätze

Am Freitag endet die Einspruchsfrist gegen 6-Seen-Wedau. Die Initiative Uferretter macht eigene Vorschläge für die Planungen des neuen Stadtteils.

Am Freitag läuft die Frist ab, bis zu der Bürger und Institutionen ihre Einwände gegen das Bauprojekt 6-Seen-Wedau vorbringen können. Die Initiative Uferretter, die gegen die geplante Promenade und ufernahe Bebauung am Masurensee protestiert, schlägt folgendes vor:

Bebauung am See Häuser mit bis zu sieben Stockwerken in Ufernähe soll es nicht geben. Die Uferretter argumentieren, der Abstand zwischen öffentlichem Seeufer und Bebauung sei nicht groß genug. Daher wollen sie erreichen, dass „sämtliche Bebauung auf die See-abgewandte Seite der Masurenallee verschoben“ wird.

Uferpromenade Die Uferpromenade, die von den Planern des Projekts als Flaniermeile mit Gastronomie am Ufer vorgesehen ist, soll entfallen. Eine Alternative soll die Masurenallee darstellen. Sie soll dazu zur verkehrsberuhigten Zone werden. Auch hier sei genug Platz für Gastronomie und andere Angebote vorhanden.

Masurenallee Laut Uferrettern würden durch die Promenade entlang des Masurensees „mindestens 185 Parkplätze vernichtet“, die sich an der Masurenallee befinden. Das wollen sie ebenso verhindern wie den geplanten Anschluss der Masurenallee an den neuen südlichen Kreisverkehr. Letzteres würde die Masurenallee zur Ausweichstrecke für die Bewohner machen. Die Parkplätze sollen erhalten bleiben.

Nutzung durch Sportler Ein weiterer Kritikpunkt: Die Promenade würde „den jetzigen Nutzern des Masurenseeufers den Zugang unnötig erschweren oder unmöglich machen“. Außerdem müssten nach derzeitigem Stand einige Vereine umziehen, das verbrauche weitere Uferflächen der Sechs-Seen-Platte. Der Zugang zum Seeufer soll offen bleiben, damit Sportler und Erholungssuchende mit zum Beispiel Stand-up-Paddling-Boards See und Ufer weiterhin nutzen können. Die Vereine sollen an ihren derzeitigen Standorten bleiben.

Naturschutz Die Uferretter sehen durch das Bauvorhaben die Nistplätze des Eisvogels bedroht. Sie würden in der derzeitigen Planung nicht berücksichtigt. Ihre Forderung: „Die Nistplätze des Eisvogels dürfen nicht beschädigt werden und haben Vorrang vor jedem Bauvorhaben.“

(moc)
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