Drohende Werkschließung in Duisburg Thyssenkrupp sucht die letzte Hoffnung

Duisburg · Wenn fünf SPD-Landtagsabgeordnete ein Thyssenkrupp-Werk besuchen, dann ist die Lage ernst für Europas größten Stahlstandort. Die Zukunft des Grobblechwerk in Duisburg steht weiter auf der Kippe – und gerade jetzt könnte die Corona-Krise die Investoren verschrecken.

 Beim angeschlagenen Stahlkonzern Thyssenkrupp droht dem Grobblechwerk in Duisburg-Hüttenheim die Schließung.

Beim angeschlagenen Stahlkonzern Thyssenkrupp droht dem Grobblechwerk in Duisburg-Hüttenheim die Schließung.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Thomas Kutschaty sitzt seit 15 Jahren für die SPD im Landtag. Wer das als Sozialdemokrat schon so lange tut, der hat viele Fabriken und Industriewerke von innen gesehen. Doch ein Besuch wie der am Mittwoch im Thyssenkrupp-Werk in Duisburg-Hüttenheim, der wird Kutschaty wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Denn die großen Hallen, in denen sonst die Stahlarbeiter malochen, waren weitgehend leer. Fast für die gesamte Belegschaft hat die Essener Konzerspitze Kurzarbeit angemeldet. Schuld daran ist, wie auch nicht anders zu erwarten, die Corona-Krise – und dazu die ohnehin schwierige Lage auf dem Automobil-Markt.