Lange Wartezeiten in Duisburg Bürgerservice-Termine werden zur Geduldsprobe

Duisburg · Maximal sechs Wochen im Voraus können sich die Duisburger derzeit für einen Besuch in den städtischen Niederlassungen anmelden. Häufig sind jedoch bereits alle Zeiten ausgebucht. Das sorgt für Ärger.

 Das Duisburger Rathaus am Burgplatz.

Das Duisburger Rathaus am Burgplatz.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

Wer in Duisburg neue Dokumente wie beispielsweise einen Personalausweis beantragen will, der braucht einen Termin beim Bürgerservice. Möglich ist das über ein Online-Portal, dass bei vielen Duisburgern allerdings regelmäßig für Frust sorgt. Der Grund: Häufig sind alle verfügbaren Termine bereits ausgebucht, die Bürger berichten von teils monatelangen Wartezeiten.

Die Stadt hat auf Anfrage eine andere Sicht auf die Dinge. „Das Online-Terminverfahren kommt bei den Duisburgern gut an“, teilt ein Sprecher mit. „Die Zeiten der langen Warteschlangen sind Geschichte.“ Pandemiebedingt biete die Stadt ihre Termine derzeit ausschließlich im Internet an. In Notfällen sei es allerdings möglich, die Bürgerservicestationen per Mail zu kontaktieren.

Täglich werden laut Stadt zwischen 6.30 und 7 Uhr etwa 900 Termine für die Stationen freigeschaltet. Auch über den Tag verteilt würden immer wieder kurzfristig stornierte Termine freigegeben.Trotz der rund 18.000 Termine pro Monat fällt die Buchung in der Praxis häufig schwer. So war am späten Montagvormittag kein einziger Termin offen, am Dienstagmorgen waren lediglich in Walsum an einem Tag Ende Mai noch einige wenige Zeiten auswählbar.

Termine für einen längeren Zeitraum als die aktuellen sechs Wochen freizuschalten, wäre laut Stadt dennoch keine gute Lösung. „Eine weitere Ausdehnung halten wir nicht für sinnvoll, denn dann wären auch die darauffolgenden Wochen genauso schnell ausgebucht“, teilt ein Sprecher mit. Die Wartezeiten würden noch länger werden.

Zunächst wird sich an dem derzeitigen Verfahren also nichts ändern. Erst wenn es „die Situation nach der Pandemie“ wieder zulasse, will die Stadt auf mehr Vorortpräsenz setzen.

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