Duisburg: Steinhof in Huckingen stellt sein Programm für 2019 vor

Veranstaltungen : Satirischer Frühling im Steinhof

Ein Überblick über das Comedy- und Kabarettprogramm von Januar bis April im Huckinger Steinhof. Last-Minute-Ticketverkauf im Foyer.

(RPN) Wer noch Geschenke für das Weihnachtsfest sucht, wird vielleicht im Steinhof fündig. Am Samstag, 22. Dezember, können im Foyer der Festhalle noch Karten gekauft werden. Auch am Sonntag, 23. Dezember, von 16.15 bis 18.30 Uhr hat der Last-Minute-Ticketverkauf im Foyer geöffnet.

Im Steinhof versammeln sich von Januar bis April die Könige – und Königinnen – des Kabaretts: Urgestein Wilfried Schmickler, Timo Wopp, René Steinberg und Lioba Albus. Hinzu gesellen sich bekannte Lokalgrößen wie „Die Becker und Frau Sierp“ sowie das Kabarett-Quartett Robert Griess, Nils Heinrich, Sebastian Schnoy und Lisa Catena.

Den Start in den satirischen Frühling macht aber Lars Redlich am Freitag, 18. Januar. Der Berliner hatte eigentlich ganz anderes im Sinn als das Kabarett. Vom Lehramtler in Sport und Musik hangelte er sich über Schauspiel und Gesang zum Musical. Ein Glück, müsste man sagen, denn Redlich singt, swingt, rockt, spielt Klarinette und Gitarre, und klappt heute ein Kleinkunsttalent nach dem anderen aus wie ein Schweizer Taschenmesser. Los geht die Show im Steinhof um 20 Uhr, Karten gibt’s ab 19,50 Euro.

Ohne Atempause schreitet gleich am Samstag, 19. Januar, Wilfried Schmickler zur Tat. Und das passt schon deshalb, weil der gewiefte Meckerer ohne Luft zu holen wie eine Naturgewalt von einem Aufreger zum anderen donnert. „Deutschland ist im Aufbruch“, stellt Schmickler fest, aber wohin? Und wer darf mit? Der kantige Kabarettist dürfte allen „Wir sind das Volk“-Krakelern ordentlich den Kopf waschen – es wird Zeit. Start ist um 20 Uhr, Karten kosten ab 22 Euro.

Und wo wir gerade bei den Mitternachtsspitzen sind: Lioba Albus ist dort auch schon gern gesehener Gast als „Mia Mittelkötter“ gewesen. Die Sauerländerin packt am Samstag, 2. Februar, das Dauerthema Frau trifft Mann am Schopf: „Von der Göttin zur Gattin“ lässt wenig gutes Haar an der deutschen Kleinfamiliengemütlichkeit. Ihr Scharfsinn tut vielleicht weh, am Ende aber muss man doch erleichtert lachen. Um 20 Uhr geht’s los, Tickets gibt es ab 18 Euro.

Apropos „weh tun“: Am Freitag, 15. Februar, serviert der Steinhof gleich eine ganze Schlachtplatte frisch gehacktes Kabarett. Robert Griess, Nils Heinrich, Sebastian Schnoy und Lisa Catena drehen das vergangene Jahr 2018 ordentlich durch den Fleischwolf. Viel Gutes ist nicht zu erwarten aus Trump, Groko und Co., schmackhaft wird der Jahresrückblick aber trotzdem. Beginn wie gewohnt um 20 Uhr, Karte sind ab 19,50 Euro zu haben.

Eitle Harmonie unter Freundinnen – dafür stehen „Die Becker und Frau Sierp“ nun nicht gerade. Das Dinslakener Duo Infernal pflegt beim „Thekentratsch“ vielmehr die Gerüchteküche des Alltags und nehmen sich gerne gegenseitig auf die Schippe mit dem sagenumwobenen Charme des Ruhrgebiets: Hart, herzlich – aber doch eher hart. Anpfiff ist am Donnerstag, 14. März, um 20 Uhr, das Ticket kostet ab 17,50 Euro.

Für besondere Feinfühligkeit ist Timo Wopp zwar nicht bekannt, wohl aber für seine kräftigen Spitzen gegen den Zeitgeist – schließlich bekam der gebürtige Oldenburger mal den Kabarett Kaktus, wohlgemerkt in München. Im Steinhof geht es ohne Filter zur Anamnese einer offenbar verrückt gewordenen Gesellschaft. Seziert wird am Freitag, 29. März, ab 20 Uhr, Eintritt ab 19 Euro.