Duisburg: Stefan Mross hat bei der "Versteckten Kamera" die Nase vorn

Versteckte Kamera: Stefan Mross hat im TaM die Nase vorn

Der Volksmusik-Trompeter Stefan Mross sorgte bei der 3. Folge der „Versteckten Kamera“ im Theater am Marientor für den beliebtesten Film.

Moderator Steven Gätjen adelte gleich zu Beginn seine mehr oder minder prominenten Gäste als das „Who is Who der deutschen Medienlandschaft“ Das war, wie sich in den drei Stunden Sendezeit zeigte, sicher ein wenig hochgegriffen. Das Niveau der gezeigten „Versteckten Kamera“-Filmchen schwankte doch erhebiich.

Schlagersternchen Vanessa Mai, verkleidet als Taube, kippte 15 Liter feinste Taubenkacke vom Dach einer bayerischen Tankstelle auf die Wagen nichtsahnender Autofahrer. Im TaM saß die Taube auf einem oberen Platz, schüttete aber nur Popcorn über die Zuschauer darunter. Im Film versprühte sie scheinbar Grafitti auf die Autos nichtsahnender Wagenbesitzer. Als einer herangestürmt kommt, fragt Vanessa Mai scheinheilig mit einer Straßenkarte in der Hand; „Können Sie mir den Weg nach Duisburg erklären? Die Gegenfrage des Bayern:: „Wollen Sie mich verar....?“

Popsänger Sasha gab „Konzerte“ in der Umkleidekabine eines Kaufhauses und gab dann auch noch einen seiner neuen Songs im Theater am Marientor zum Besten.

Ein Zuschauer, den Steven Gätjen nach einem Schulstreich fragte, berichtete von einer Plastikspinne unter der Klobrille auf der Lehrertoielette. Janine Kunze als Schulpsychologin und Antoine Monot Jr als Polizist, der die Windelpflicht für Hunde durchsetzen will, steuerten weitere Filme bei.

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Bülent Ceylan als österreichischer Steh-Geiger Luigi Förster, ein „David Garrett für Arme“, passte wie die Faust aufs Auge auf einen spießigen Campingplatz. „Ich lach’ wie ein Schwein – mehr Integration geht nicht“, so der Comedian hinterher wörtlich. Volksmusik-Trompeter Stefan Mross als Moderator der vermeintlich neuen TV-Show „Siegen oder Fliegen“ gewann am Ende.. „Ich hab`mich in Grund und Boden geschämt“, so Mross. Er wolle doch eigentlich niemanden vorführen. Jeanette Biedermann drehte mit dem Damenteam der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft einen „Image-Film“.

Die Schauspieler Stephanie Stumph und Jürgen Vogel mühten sich als Akteure bei einer Casting-Nummer für „Personal Assistents“.

„Hundeprofi“ Martin Rütter lobte seine Visagistin Yvonne Schäfer, die ihn bis zur Unkenntlichkeit entstellte. Als Professor machte er einen Kleingarten für ein „Dinoversum“. platt.

Am Ende der dreistündigen und damit durchaus etwas langatmigen TV-Show hatte der auch nur mäßig lustige Einspielfilm von Stefan Mross die Nase vorn. Nach der Kritik und den mäßigen Einschaltquoten scheint fraglich, ob die Show in in dieser Form fortgesetzt wird. Eigentlich schade, denn das Theater am Marientor bewies zum wiederholten Mal, dass es sich für solche Formate bestens eignet – wenn denn die Inhalte stimmen.

(mtm)
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