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Duisburg: Stadttheater zeigt im Juni wieder Schauspiel

Maximal 100 Zuschauer : Bald wieder Vorstellungen im Duisburger Stadttheater

Nach der coronabedingten Zwangspause hält das Schauspiel ab Freitag, 12. Juni, wieder Einzug ins Große Haus des Duisburger Stadttheaters. Maximal sind 100 Zuschauer bei den Produktionen zugelassen.

Während die Rheinoper alle Vorstellungen bis zum Ende der Spielzeit abgesagt hat, öffnet sich für das Schauspiel im Juni doch noch der Vorhang. Unter Beachtung der zurzeit gültigen Sicherheitsbedingungen für Publikum und Personal hat Schauspielintendant Michael Steindl für die Zeit bis zum Spielzeitende am Sonntag, 28. Juni, einen neuen Spielplan erstellt.

Darunter sind drei Premieren, die ursprünglich für einen früheren Zeitpunkt der Saison geplant waren. Hinzu kommen vier kleinere Produktionen aus dem Repertoire, die auf die Große Bühne verlegt werden. Gespielt werden ausschließlich Stücke, bei denen der Sicherheitsabstand zwischen den Darstellerinnen und Darstellern gewahrt werden kann. Beim Betreten des Theaters besteht Maskenpflicht. Auf den Plätzen wird das Tragen einer Maske den Besuchern freigestellt. Es gibt keine Pause und keine Einführungen in die Theaterabende, die sonst üblich sind.

Los geht es am Freitag, 12. Juni, 19.30 Uhr, mit einer Eigenproduktion des Duisburger Theaters, die auch ohne Corona ein besonderes Gewicht im Jahreskalender des Theaters haben würde: „Antigone“ von Jean Anouilh. In der Inszenierung von Kathrin Sievers spielt Roland Riebeling den Kreon. Riebeling ist aus zahlreichen WDR-Tatorten bekannt, wo er den gemütlichen, aber effektiven Assistenten der Kommissare Ballauf und Schenk spielt. Für die Rolle der Antigone kehrt Julia Zupanc nach Duisburg zurück. Jean Anouilh (1910 – 1987) griff mitten im Zweiten Weltkrieg die antike Tragödie von Sophokles auf und transportierte sie in seine Gegenwart. Man darf gespannt sein, wie das Junge Ensemble im Theater Duisburg gemeinsam mit dem Profischauspieler Roland Riebeling den Stoff umsetzt, bei der Idealismus auf Realpolitik trifft.

 Tatort-Star Roland Riebeling ist im Stück „Antigone“ zu sehen. 
Tatort-Star Roland Riebeling ist im Stück „Antigone“ zu sehen.  Foto: Florian Lange
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Nur vier Tage später, also am Dienstag, 16. Juni, folgt die Premiere von „Klasse Glück“, eine Koproduktion mit Theater Strahl Berlin. Ursprünglich als eines der Highlights des abgesagten Akzente-Theatertreffens geplant, ist das Stück die zweite Fortsetzung der Erfolgsproduktion „Klasse Klasse“, die die Abenteuer einer Schulklasse mit Maskentheater und den Klangkünsten von Beatbox-Vizeweltmeister Mando erzählt.

Als dritte Premiere gibt es schließlich am Sonntag, 21. Juni, das ebenfalls für das Theatertreffen geplante Monologstück „Bunny“ von Jack Thorne im Opernfoyer. Das Stück ist zwar nur für eine Darstellerin geschrieben, doch von einer atemberaubenden Rasanz. Es geht um die 18-jährige Katie (gespielt von Emma Stratmann), deren Freund verprügelt wird und die das nicht hinnimmt. Jack Thorne ist ein renommierter Drehbuchautor, der unter anderem als Co-Autor für Joanne K. Rowlings Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ fungiert hat. Das Stück wurde vor vier Jahren in London uraufgeführt.

Ergänzt wird das neue Schauspiel-Programm im Großen Haus durch die Figurentheater-Produktion „Michael Kohlhaas“ von Bühne Cipolla, die musikalischen Zwei-Personen-Produktionen „Being Freddy Mercury“, „Hans Albers – Sein Leben, seine Lieder“ und das Monologstück „Event“, die üblicherweise im Foyer III beziehungsweise auf der Bühne zu erleben sind. Dazu öffnet sich das Theater für Auftritte von Christoph Brüske und Gunther Emmerlich, die ursprünglich im Kleinkunsttheater „Die Säule“ geplant waren.

Der für die Zeit der Corona-Krise neu erstellte Saalplan für das Große Haus umfasst lediglich 100 Plätze (Opernfoyer: 20 Plätze) und stellt einen großen Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Besuchern sicher. Familien und häusliche Lebensgemeinschaften können zwei Plätze direkt nebeneinander reservieren. Der Preis beträgt 15 Euro, bei „Bunny“ 13 Euro.

Karten für den Ersatzspielplan können entweder telefonisch (0203 28362100, ab 10 Uhr) oder im Internet unter www.theater-duisburg.de reserviert werden. Der Vorverkauf startet am Freitag, 5. Juni. Leider lasse die Abwicklung es nicht zu, dass Karten für die ursprünglich im Juni geplanten Schauspiel-Vorstellungen ihre Gültigkeit beibehalten, heißt es von Seiten des Theaters.

Die beiden Veranstaltungen der Säule und die Premiere „Bunny“ im Theaterfoyer (nur 20 Zuschauer sind hier erlaubt) sind bereits ausverkauft. Die Theaterkasse bleibt für den Publikumsverkehr weiterhin geschlossen, für spontane Besucher hat die Abendkasse geöffnet.