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Duisburg: Stadt zahlt Empfängern von Sozialleistungen mehr Miete

Wegen steigenden Mieten : Duisburg zahlt mehr Geld an Empfänger von Sozialleistungen

Auch in Duisburg sind in den letzten Jahren die Mieten gestiegen. Die Stadt reagiert, indem sie die Höchstgrenzen für die Kosten der Unterkunft erhöht. Empfänger von Sozialleistungen erhalten so mehr Geld. Zum Teil geht es um bis zu 90 Euro.

Wer in Duisburg lebt und Sozialleistungen bezieht, bekommt von der Stadt ab sofort mehr Geld für die Miete. Die so genannte Angemessenheitsgrenze wurde zum Teil um mehr als 13 Prozent angehoben. Das teilte die Stadt am Montag mit. Der Grund: steigende Mietkosten. Grundlage für die Anhebung ist ein Gutachten, das die Stadt Duisburg in Auftrag gegeben hatte.

Wohnungs- und Sozialdezernentin Astrid Neese erläutert dazu: „In Duisburg lässt es sich für eine Großstadt vergleichsweise preiswert wohnen. Gleichwohl haben die Mieten in den letzten Jahren angezogen, das hat uns die Mietwerterhebung gezeigt, die Basis des Gutachtens war. Unsere örtlichen Höchstgrenzen für die Kosten der Unterkunft passen wir folgerichtig nun an die Marktentwicklung an. Das halte ich nicht nur für rechtlich, sondern auch für sozial geboten.“

Michael Fechner, Leiter des Amtes für Soziales und Wohnen sagt: „Mieterhöhungen von Bestandmieterinnen und Bestandsmietern, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen, werden nun besser aufgefangen.“

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Im Detail wird die Grenze wie folgt erhöht: Bei Single-Haushalten um 6,7 Prozent auf 396 Euro, bei Zwei-Personen-Haushalten um 6,3 Prozent auf 471,90 Euro, bei drei Personen um 3,4 Prozent auf 564 Euro. Vier-Personen-Haushalte bekommen 7,9 Prozent mehr (687,80 Euro) und Haushalte mit fünf Personen 13,2 Prozent mehr – das entspricht insgesamt 819,50 Euro.

Anträge sind im Übrigen nicht erforderlich. Für Leistungsempfänger, die zum Beispiel die bisherigen Mietobergrenzen überschritten haben, erfolgt die Umstellung automatisch.

(atrie)