Duisburg: Stadt rüstet sich für die Europawahl 2019 am 26. Mai

Europawahl : Duisburg rüstet sich für die Europawahl

Heute endet die achte Wahlperiode des EU-Parlaments. In rund sechs Wochen geht es für etwa 326.000 Duisburger an die Wahlurnen. Die Vorbereitungen in der Stadt laufen auf Hochtouren.

Am heutigen Donnerstag, 18. April, endet offiziell die achte Wahlperiode des Europaparlaments. In gut sechs Wochen ist Wahltag; am 26. Mai wird es für die Parteien und das Duisburger Wahlamt richtig Ernst. Die Vorbereitungen bei Stadt und Parteien laufen auf Hochtouren. Zwar beginnt die heiße Wahlkampfphase erst nach den Osterferien, doch die Parteien haben schon die ersten Wahlplakate in Stellung gebracht. 96 Abgeordnete wird Deutschland nach Brüssel entsenden. Wir fassen die wichtigsten Infos vor den entscheidenden Wochen zusammen.

Daten und Fakten zur EU Die EU-Mitgliedsstaaten zählen 505,7 Millionen Einwohner (Deutschland rund 80 Millionen). Arbeitsorte der EU-Institutionen sind neben Brüssel unter anderem Straßburg und Luxemburg. In der Gemeinschaft werden insgesamt 24 Amtssprachen gesprochen. Die Arbeitslosenquote liegt EU-weit bei 10,4 Prozent. Der Feiertag der EU ist der Europatag am 9. Mai. Außerdem gibt es eine europäische Hymne. dabei handelt es sich um eine Melodie aus der Neunten Symphonie Ludwig van Beethovens.

Wahlberechtigte und -benachrichtigungen In Duisburg sind für die Europawahl rund 326.000 Personen wahlberechtigt. Das trifft auf alle Personen deutscher Staatsbürgerschaft zu, die über 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in Deutschland oder anderen EU-Staaten haben. Außerdem auf alle Unionsbürger, die Antrag auf eine Eintragung ins hiesige Wählerverzeichnis gestellt haben. Die Deutsche Post hat am Dienstag damit begonnen, die Wahlunterlagen an die Haushalte zu verteilen.

Wahlperiode und -modus Die Wahlperiode beträgt fünf Jahre. Gewählt wird im Modus einer Listenwahl nach den Grundsätzen des Verhältniswahlrechts. Jeder Wahlberechtigte erhält eine Stimme, die er für eine Liste abgeben kann.

Wahllokale Die Zahl der Wahllokale steht fest. Er wird am 26. Mai stadtweit in 380 Wahlbezirken – aufgeteilt auf 323 Urnen- und 57 Briefwahllokale gewählt. Die Wählerverzeichnisse wurden zum Stichtag 14. April erstellt. Die Wahllokale sind am Wahltag zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet.

Briefwahlstellen Das Wahlamt hat bereits Briefwahlstellen eingerichtet, in denen auch direkt gewählt werden kann. Zu finden sind sie unter anderem im Wahlamt (Homberg, In den Haesen 84), in den Bezirksämtern Meiderich, Hamborn, Walsum , Homberg, Rheinhausen, Süd sowie im Rathaus in der Stadtmitte. Unter www.duisburg.de findet sich die Möglichkeit, die Briefwahlunterlagen online zu beantragen.

Wahlhelfer Die Stadt sucht für den Wahltag noch rund 1500 freiwillige Helfer. Zu deren Aufgaben gehören die Überprüfung der Personalien, die Ausgabe der Stimmzettel sowie die Führung der Wählerverzeichnisse. Am Ende des Tages zählen die Helfer die Stimmen aus. Für ihren Einsatz bekommen die Wahlhelfer ein sogenanntes Erfrischungsgeld: Wahlvorsteher, stellvertretende Wahlvorsteher sowie Schriftführer erhalten 50 Euro, Beisitzer erhalten 40 Euro. Wahlhelfer werden darf jeder, der auch wahlberechtigt ist. Der Einsatz als Wahlhelfer beginnt am Wahltag um 7.30 Uhr und endet mit Abschluss der Auszählung und der Verpackung der Wahlunterlagen. Infos gibt es telefonisch unter 0203 2834712.

Wahlbeteiligung und Ergebnisse Die Wahlbeteiligung in Duisburg war zuletzt zunehmend und lag bei der vergangenen Europawahl 2014 bei 42,6 Prozent. Im Wahljahr 2009 hatten nur 33,6 Prozent der wahlberechtigten Duisburger abgestimmt. Stärkste Partei in Duisburg wurde 2014 die SPD mit 40,8 Prozent der Stimmen. Die CDU kam als zweitstärkste Kraft auf 25, die Grünen als drittstärkste Partei auf 7,9 Prozent. Die AfD erreichte mit 7,2 Prozent den viertstärksten Wert im Stadtgebiet.

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