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Duisburg: Siemens baut neue U79-Straßenbahnen für DVG

Fahrten zwischen Düsseldorf und Duisburg : So sehen die neuen U79-Straßenbahnen aus

Die Duisburger Verkehrsbetriebe investieren insgesamt 55 Millionen Euro für die neuen Fahrzeuge. Sie sollen die alten Bahnen der U79 zwischen dem Duisburger Stadtteil Meiderich und Düsseldorf ersetzen. Sie bieten Platz für jeweils 180 Fahrgäste.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) beabsichtigt den Auftrag für 18 neue Stadtbahnen für die Linie U79 an den Hersteller Siemens zu vergeben. Das teilte die DVG am Donnerstag mit. Nach Ende der Einspruchsfrist für Mitbewerber soll Siemens den Zuschlag am 12. Oktober erhalten.

Die neuen Hochflurbahnen stünden für mehr Komfort und mehr Sicherheit, so die DVG. Im Herbst 2023 sollen die ersten beiden Vorserienfahrzeuge bei der DVG ankommen. Die Serien-Auslieferung der weiteren 16 Bahnen soll im Jahr 2024 beginnen und 2025 abgeschlossen sein. Die DVG investiere rund 55 Millionen Euro in die Bahnen und bestellt die neuen Fahrzeuge gemeinsam mit der Rheinbahn aus Düsseldorf.

Innenansicht: Die neuen Bahnen sind auch mit Fahrgast-W-Lan ausgestattet, verspricht die Duisburger Verkehrsgesellschaft. Foto: DVG

Die Stadt Duisburg als Aufgabenträgerin des Öffentlichen Personennahverkehrs in Duisburg begrüßt die Bahnbeschaffung ausdrücklich. „Der Kauf der neuen Stadtbahnfahrzeuge ist ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Modernisierung des Nahverkehrs und zu einer zukunftsfähigen Mobilität in der Stadt“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Die DVG hatte bereits Ende 2017 den Auftrag für 47 neue Straßenbahnen für die Linien 901 und 903 vergeben. „Mit dem Kauf der neuen Hochflurbahnen erneuern wir in den nächsten Jahren unsere gesamte Fahrzeugflotte“, sagt DVG-Vorstandsvorsitzender Marcus Wittig. „Die Straßenbahnen für die Linien 901 und 903 sind aktuell in der Produktion. Unsere Fahrgäste können sich zukünftig also stadtweit über moderne Bahnen und dementsprechend wesentlich mehr Komfort freuen.“

Damit sei im Jahr 2025 der komplette Fuhrpark erneuert. Die DVG habe insgesamt fast 200 Millionen Euro in die neuen Fahrzeuge investiert – eine Förderung aus öffentlichen Mitteln habe es nicht gegeben, so das Unternehmen. Die gemeinsame Bestellung bringe den beiden Verkehrsunternehmen viele Vorteile. Sie sparten beispielsweise Kosten durch die größere Bestellmenge, die Fahrzeuge von Rheinbahn und DVG können zukünftig aneinandergekoppelt werden und die Verkehrsunternehmen beschaffen die Ersatzteile gemeinsam. Die neuen Stadtbahnfahrzeuge sind 28 Meter lang und 2,65 Meter breit und bieten Platz für circa 180 Fahrgäste. Sie werden acht Fahrgast- und zwei Fahrertüren haben. In den Fahrzeugen wird es Mehrzweckbereiche für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle geben. Stehhilfen zum Anlehnen, Klappsitze und Rampen erleichtern vor allem mobilitätseingeschränkten Fahrgästen den Ein- und Ausstieg und die Fahrt. Fahrgäste und Fahrer bekommen außerdem eine Klimaanlage, die im Sommer und im Winter für eine angenehme Temperatur in den Fahrzeugen sorgen soll.

Außerdem wird es ein Fahrgast-WLAN geben. Auch in puncto Sicherheit seien die Bahnen auf dem neuesten Stand: Sie würden unter anderem mit einem System zur Kollisionswarnung ausgestattet. Die neuen Hochflurbahnen sind optisch angelehnt an die 47 neuen Niederflurfahrzeuge für die Linien 901 und 903.

(mtm)