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Duisburg: Sicherheitsdienst bewacht Straßenverkehrsamt

Nach Polizeieinsatz in Duisburg : Beamte von anderen Behörden sollen beim Straßenverkehrsamt aushelfen

Die Verwaltung der Stadt Duisburg sucht akribisch eine Lösung für den personellen Engpass auf dem Straßenverkehrsamt. Zunächst werden Beamte von anderen Behörden abgezogen, um Löcher zu stopfen.

Auch am Freitag steht wieder ein Sicherheitsdienst am Straßenverkehrsamt bereit, der den Besucheransturm auf die Behörde kontrollieren soll. „Wir haben nur wenige Marken ausgegeben, in der Hoffnung, den größten Andrang bewältigen zu können“, sagt Evelyn Büchner vom Straßenverkehrsamt.

Seit Mittwoch versucht die Behörde den Besucherstrom neu zu lenken. Hintergrund sind personelle Engpässe durch zu viele Krankmeldungen auf dem Amt. Von den 22 Mitarbeitern sind derzeit nur neun im Dienst, die der anfallenden Arbeit nicht nachkommen können.

Rund 250 Anträge waren allein am Mittwoch liegen geblieben,  weshalb das Amt für Donnerstag komplett geschlossen wurde. Weil das aber viele Besucher nicht mitbekommen hatten, musste sogar die Polizei am frühen Morgen mit vier Streifenwagen anrücken, um verbale und körperliche Auseinandersetzungen zu stoppen.

Donnerstagmorgen gab es mit den Dezernenten eine Krisensitzung, wie das Problem im Straßenverkehrsamt behoben werden kann. „Fünf Beamte aus anderen Abteilungen haben sich bereit erklärt, kurzfristig einzuspringen“, schildert Büchner. Diese hätten in der Vergangenheit bereits im Straßenverkehrsamt gearbeitet, sodass eine schnelle Einarbeitung möglich sei. Sie sollen die derzeit neun Krankmeldungen im Straßenverkehrsamt abfangen. Die Stadt müsse aber aufpassen, durch die Versetzung der Mitarbeiter nicht weitere Löcher in anderen Ämtern zu reißen.

Mittel- bis langfristige Lösungen sollen jetzt ausgearbeitet werden. Sechs weitere neue Stellen im Straßenverkehrsamt werden umgehend eingerichtet, so das Ergebnis der Krisensitzung. „Wir wissen, die Menschen sind auf die Arbeit des Straßenverkehrsamts angewiesen. Wir brauchen hier schnelle Entlastung für alle Beteiligten“, sagt Ordnungsdezernent Paul Bischof.

Das Straßenverkehrsamt empfiehlt, dass Besucher die Behörde am Freitag nur im absoluten Notfall aufsuchen sollten.