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Duisburg: Seniorin nach Schock-Betrug im Krankenhaus

Sohn sollte tödlichen Unfall verursacht haben : Seniorin aus Duisburg nach Schock-Betrug im Krankenhaus

Eine Trickbetrügerin hat am Montag in Duisburg mit einer gewissenlosen Masche tausende Euro ergaunert. Das Opfer, eine 85 Jahre alte Frau, wurde mit einer Schock-Nachricht am Telefon konfrontiert – und landete im Krankenhaus.

Die Unbekannte hatte am Montag vormittags gegen 10 Uhr bei der Duisburgerin angerufen und sich als Dame vom Gericht ausgegeben. Sie berichtete, dass der Sohn der Seniorin Schuld an einem schweren Verkehrsunfall sei, bei dem im Anschluss ein Mann ums Leben gekommen sei.

Der Sohn solle sich derzeit in Haft befinden und nur mit einer Ausgleichszahlung an die Witwe wieder auf freien Fuß kommen. Die 85-Jährige dürfe unter keinen Umständen jemandem davon berichten, da die Witwe diese Vereinbarung sonst ausschlagen würde.

Die Duisburgerin holte die vereinbarte Summe bei ihrer Bank ab und traf sich um 14 Uhr am verabredeten Treffpunkt im Duisburger Dellviertel auf der Friedensstraße in der Nähe zur Tiergartenstraße mit der Unbekannten. Die Trickdiebin, die einen Mundschutz trug, nahm das Geld an sich und verschwand wieder.

Der Seniorin ging es in den nächsten zwei Stunden nach dem Treffen gesundheitlich immer schlechter. Sie war sehr geschockt und mitgenommen von dem vermeintlich schweren Unfall. Zudem hatte ihr die Sorge um den eigenen Sohn sehr zugesetzt, so dass sie schließlich den Rettungsdienst alarmierte.

Als sie den Sanitätern auf dem Weg ins Krankenhaus die Geschichte von dem vermeintlich tödlichen Unfall erzählte, wurden die Rettungskräfte skeptisch. Sie nahmen daraufhin Kontakt zu dem Sohn auf, der wie zu erwarten nicht in Haft saß. Nachdem er mit seiner Mutter gesprochen hatte, erstattete er Anzeige bei der Duisburger Polizei.

Die Kriminalpolizei sucht jetzt Zeugen, die die Situation der Geldübergabe im Dellviertel beobachtet oder bereits vorher eine verdächtige Frau im Bereich der Friedensstraße gesehen haben. Das Kommissariat 32 der Duisburger Polizei nimmt Hinweise zu dem Vorfall unter der Rufnummer 0203 2800 jederzeit entgegen.

Trickbetrüger versuchen immer wieder, Menschen am Telefon zu täuschen. Die Polizei warnt vor Leichtgläubigkeit und rät dazu, Anrufe von Unbekannten stets mit einer gewissen Skepsis zu begegnen.

(dab)