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Duisburg: Schulbaugesellschaft für schnellere Sanierung und Neubauten

Neue Schulbaugesellschaft : Wie Duisburger Schulen schneller gebaut und saniert werden sollen

Duisburger Schulen sollen künftig schneller saniert werden als bisher, Schulneubauten sollen zügiger umgesetzt werden können. Möglich machen soll dies eine neue Schulbaugesellschaft, die einem Vorbild aus Düsseldorf folgt.

Das städtische Immobilien Management Duisburg (IMD) soll sich künftig nicht mehr um den Bereich Schulsanierung beziehungsweise Schulneubau kümmern. Das hatte der Rat bereits in seiner Sitzung im November 2019 beschlossen. Die Fülle der Aufgaben hatte den IMD personell oftmals überfordert, es gab immer wieder Klagen seitens der Schulen, dass es beim IMD an Ansprechpartnern fehle. Ein externes Beratungsunternehmen hat nun für die Stadt ein entsprechendes Modell entwickelt, für das die Düsseldorfer Schulbaugesellschaft IPM Vorbild gewesen ist.

Die neue Gesellschaft war am Montag auch Diskussionsgegenstand im Haupt- und Finanzausschuss. Dass Schulsanierungen und -neubauten schneller und effizienter erledigt werden müssen, ist dabei unstreitig. Die Beschlussfassung soll in der Ratssitzung am Montag, 30. März, erfolgen.

Für alle beschlossenen Maßnahmen im Bereich der Schulimmobilien soll die Gesellschaft einen Kosten- und Zeitplan vorlegen und bei anschließender Genehmigung der Planung durch die Stadtverwaltung die Bautätigkeit koordinieren. Damit dies möglichst schnell gehen kann, ist bei Bauaufträgen bis zu einer Obergrenze von 5,35 Millionen Euro eine freihändige Vergabe möglich.

Wird das Vorhaben voraussichtlich teurer, muss eine Ausschreibung vorgenommen werden. Die Beauftragung soll grundsätzlich an einen Generalunternehmer gehen, damit die Schulbaugesellschaft nicht mit jeder einzelnen Baufirma kommunizieren muss. Für das Controlling soll ein Projektleiter mit Berufserfahrung in der Bauwirtschaft verantwortlich sein. Dem kommt eine Schlüsselrolle zu: „Durch ein engmaschiges Controlling konnte in Düsseldorf die Bauzeit für Schulgebäude nahezu halbiert werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Rat.

Da ein Eigenbetrieb der Stadt an strenge vergaberechtliche Regelungen gebunden wäre und die Personalfindung dadurch schwierig würde, soll die Schulbaugesellschaft eine GmbH mit hundertprozentiger Beteiligung der Stadt werden. Um nicht eine zeitaufwändige völlige Neugründung vornehmen zu müssen, bedient man sich der schon existierenden Immobilien Service Duisburg (ISD) GmbH (siehe Box), deren Gesellschaftszweck entsprechend geändert werden soll. Geschäftsführer wird wie berichtet zum 1. Mai Dezernent Thomas Krützberg, der dann als Beigeordneter beurlaubt wird. Krützbergs Nachfolgerin im Dezernat für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales wird dann wie berichtet Astrid Neese, zurzeit Chefin der Arbeitsagentur Duisburg.

Bis ein weiterer technischer Geschäftsführer gefunden ist, bleibt Bernd Wortmeyer formal weiterhin in der Geschäftsführung. Ein Personalberatungsunternehmen soll nun in naher Zukunft einen geeigneten technischen Geschäftsführer finden. Da die jetzige ISD finanziell unzureichend ausgestattet ist (siehe Box), zahlt die Stadt Duisburg als Alleingesellschafterin 500.000 Euro als Rücklage in das Eigenkapital der ISD. Als Überwachungsorgan soll ein Aufsichtsrat eingesetzt werden.