Hochzeitskorso in Duisburg Mann feuert Schüsse in die Luft – Bräutigam mit Haftbefehl gesucht

Duisburg · Eine Hochzeitsgesellschaft aus Duisburg hat es mit ihrer Feierfreudigkeit ein wenig übertrieben: Ein 21-Jähriger gab mit einer Waffe mehrere Schüsse in die Luft ab. Zudem wurde ein Senior Opfer eines Trickdiebstahls.

Ein Hochzeitskorso in Duisburg ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen.

Ein Hochzeitskorso in Duisburg ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen.

Foto: dpa-tmn/Rainer Jensen

Wegen Schüssen in die Luft aus dem Fenster eines Autos anlässlich einer Hochzeit rückten mehrere Streifenwagen der Duisburger Polizei am Donnerstagabend gegen 20.15 Uhr zur Paul-Esch-Straße in Hochfeld aus. Dort trafen die Beamten auf einen roten Jaguar, der mit vier Personen besetzt war.

Weil es sich laut Zeugenangaben um das Fahrzeug handelte, aus dem in die Luft geschossen worden sein soll, durchsuchten die Einsatzkräfte den Wagen und fanden zwei Schreckschusspistolen sowie Munition. Sie stellten die Pistolen und die Munition sicher und schrieben eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen den mutmaßlichen 21 Jahre alten Schützen.

Bei der Überprüfung der vier Insassen kam heraus, dass der Bräutigam (25) mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Doch er hatte Glück im Unglück: Er konnte den Haftbefehl durch die Zahlung einer Geldbuße abwenden und so doch noch an seiner Hochzeit teilnehmen.

Zwei Trickdiebe haben sich am Donnerstagvormittag, 30. Juni, gegen 10.25 Uhr, Zugang zur Wohnung eines Seniors in Duisburg-Homberg verschafft. Ein Mann und eine Frau gaben sich als Gasinstallateure aus und behaupteten, sich die Gastherme im Badezimmer anschauen zu müssen. Die Frau setzte sich mit dem 93-Jährigen in die Küche, während ihr Komplize im Bad verschwand. Nach "getaner Arbeit" verließen beide die Wohnung.

Der Senior wurde misstrauisch und kontrollierte seine Schränke im Wohnzimmer. Dabei stellte er fest, dass der angebliche Handwerker mehr an seinem Bargeld als an der Therme interessiert war: Aus seinem Wohnzimmerschrank war eine Geldkassette samt Inhalt verschwunden.

Besonders perfide: Die falschen Handwerker hatten den Umstand genutzt, dass im Nachbarhaus tatsächlich zeitgleich Wartungsarbeiten stattfanden. Die Täter behaupteten bei genau der Firma zu arbeiten, deren Transporter gerade an der Straße stand.

Die Polizei rät: Bleiben Sie misstrauisch. Lassen Sie Fremde nicht einfach in Ihre Wohnung. Überprüfen Sie die Geschichte, die Ihnen aufgetischt wird. Rufen Sie im Zweifel selbst bei der Firma an und fragen, ob die Personen vor Ihrer Haustür wirklich dort arbeiten. Glauben Sie, Betrüger oder Diebe haben es auf Sie abgesehen? Dann rufen Sie die Polizei.

Als Angehöriger einer älteren Person sprechen Sie mit Ihrem Vater, Ihrer Mutter, der Großmutter oder dem Großvater über die Gefahren. Schützen Sie damit Ihre Angehörigen und deren Vermögen. Bewahren Sie sie davor, innerhalb von Minuten die Ersparnisse eines ganzen Lebens zu verlieren.

(dab)
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