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Duisburg: Schimmi-Ausstellung zu Götz Georges 80- Geburtstag

Ausstellung : Schimmi in Acryl auf Leinwand

Zu Götz Georges 80. Geburtstag gibt es eine sehenswerte Ausstellung – natürlich in Ruhrort. Denn dort soll die Kultfigur Horst Schimanski weiterhin lebendig bleiben.

Heute auf den Tag genau wäre der bekannte Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Götz George achtzig Jahre alt geworden. Seine große Popularität verdankt der in Berlin geborene und aufgewachsene Darsteller großer Charakterrollen insbesondere durch die in den 1980er Jahren geschaffene TV-Figur, Horst Schimanski, in der legendären Duisburger Tatortreihe.

„Tragödie, Komödie, Kammerspiel, Klassiker, Thriller, Action – George hatte sämtliche Genres drauf und in jedes und in jede Rolle begab er sich mit Haut und Haaren, näherte sich seinen Figuren mit jeder Faser in einer Weise an, die seinen Mitspielern, den Regisseuren und Produzenten, alles abverlangte.“ Das schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung als Nachruft auf seinen plötzlichen Tod am 19. Juni 2016 in Hamburg. Beigesetzt wurde er damals im engsten Familienkreis in seiner Geburtsstadt, nur wenige Meter neben der Grabstelle seines Vaters, Heinrich George, wo auch seiner Mutter, Berta Drews, gedacht wird, die allerdings seebestattet wurde.

Götz George und seinem vor allem filmischen Schaffen als Darsteller des unkonventionell-nonkonformistisch auftretenden fiktiven Duisburger Kriminalhauptkommissars Horst Schimanski zu Ehren, läuft seit Samstag im sogenannten „DU Tours Hafenlager“ (Dammstraße 1, 47119 Duisburg) auf der Ruhrorter Hafenpromenade am Leinpfand eine PopArt-Ausstellung unter dem Titel „Tatort Ruhrort – Schimmi goes Art“. Die dort gezeigten 14 Exponate umfassende Bilderschau ist bis zum 21. Oktober immer sonntags von 12 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet.

Die überwiegend mit Acryl auf Leinwand gemalten Werke wurden von den aus Bad Neuenahr-Ahrweilen stammenden Künstlern Sabine Appelbaum und Kolja Senteur in nur fünf Monaten eigens für die Ruhrorter Ausstellung angefertigt. Entstanden ist die Idee dazu, nachdem Appelbaum Anfang des Jahres eine der vielen unterschiedlichen „Schimmi-Touren“ von Dagmar Dahmen, der Chefin von „DU Tours“, mitmachte. Quasi vor Ort noch wurde der Grundstein für die Kunstausstellung gelegt. „Ich kannte den ‚Tatort‘ gar nicht“, gestand Appelbaum auf der Vernissage vorgestern, „also besorgte ich mir erstmal alle DVDs von den Duisburger Folgen und schaute mir diese an. Und weil ich wusste, dass ich das alleine in der verbleibenden Kürze der Zeit nicht schaffe, habe ich meinen Mentor und Lehrer Kolja Senteur darauf angesprochen, das Ausstellungsprojekt im Duisburger Hafenstadtteil Ruhrort gemeinsam zu machen.“

Senteur wurde 1975 geboren und besuchte die Fachschule für Gebrauchsgrafik in Rheinbach. Im Anschluss daran studierte er den Diplom-Studiengang Design in Köln. Seit 2003 leitet er die Malschule Roos in Ahrweiler.

Dort lernte er seine Schülerin Appelbaum kennen. Heute wirkt Senteur als selbstständiger Künstler und arbeitet als Illustrator für Belletristik und Fernsehen.

„Ich war schnell Feuer und Flamme für das Projekt“, sagte er, „weil Schimanski mehr ist als ‚nur‘ eine Figur. Schimanski ist Kult und Pop­Art dient der Überhöhung von Figuren.“

Insofern trägt die sehenswerte Ausstellung ganz in diesem Sinne dazu bei – auch, um die Kultfigur Schimanski im Kreativquartier Ruhrort weiterhin lebendig zu erhalten.