Duisburg: Sanierung der Schwanentorbrücke wird deutlich teurer

Brückenreparatur : Sanierung der Schwanentorbrücke wird deutlich teurer

Die Kosten für die Instandsetzung der Schwanentorbrücke steigen um mehr als zwei Millionen Euro. Grund dafür sind eine Reihe von unvorhergesehen Beschädigungen. Es gab außerdem Probleme mit den Planungsunterlagen.

Die Instandsetzung der Schwanentorbrücke kostet die Stadt deutlich mehr Geld als geplant. Das geht aus einer Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung an die Bezirksvertretung Mitte hervor. Demnach steigen die Kosten von den ursprünglich geplanten rund 4,5 Millionen um etwa 2,2 auf 6,7 Millionen Euro. Grund dafür ist neben diversen Verzögerungen bei den Arbeiten am ersten Bauabschnitt ein weiterer Schaden, der bei einer Überprüfung im Jahr 2019 festgestellt wurde. „Im Rahmen der planmäßigen Bauwerksprüfung im 1. QT 2019 wurden jedoch am beweglichen Hubteil der Brücke und hier am Hauptlängsträger in Teilbereichen komplett abgerostete Nietköpfe an den Obergurten festgestellt“, schreibt die Verwaltung. Eine Begutachtung durch ein Ingenieurbüro habe ergeben, dass der Schaden umgehend behoben werden musste. Kostenpunkt: ca. 375.000 Euro.

Die gerosteten Nietköpfe waren allerdings wohl nicht das einzige Problem bei der Instandsetzung der Brücke. Der Mitteilungsvorlage zufolge befinden sich die Arbeiten noch immer im ersten von zwei Baubschnitten. Zeit und Geld gekostet haben unter anderem „mehrfaches Nachbessern und Umstellen der Baustellenabsperrung im Bereich der Fahrbahn aber auch insbesondere der Fußgängerführung“, „Umfangreiche, nicht im Rahmen der Voruntersuchung erkennbare Korrosionsschäden am Stahlfachwerk“, „Abweichungen der Planunterlagen zum Bauwerk zum tatsächlichen Bestandsbauwerk Hubbrücke“, „Bau von zusätzlichen Arbeitspodesten, Beheizen der Baustelle über die Wintermonate“, „Flächendeckende Betoninstandsetzungsmaßnahmen aufgrund einer nicht ausreichenden Betondeckung“, sowie der „Neubau von Konstruktionselementen der Hubbrücke aufgrund von erheblichen Schädigungen, für die zunächst eine denkmalgerechte Instandsetzung vorgesehen war.“

Der Abschluss des ersten Bauabschnitts, der unter anderem die Sanierung der innenliegenden Stahlträger sowie eine Erneuerung des Korrosionsschutzes vorsieht, ist nun für das dritte Quartal 2020 geplant.