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Duisburg: "RuhrTube" - Die neue digitale Programmzeitschrift

Coronavirus in Duisburg : „RuhrTube“ – Die neue digitale Programmzeitschrift

„RuhrTube“ heißt das neue Internetportal für Kunst, Kultur, Politik und Solidarität von Duisburgern für Duisburger während der Corona-Krise und für die Zeit danach. . Am kommenden Samstag startet das Projekt unter der Internetadresse www.ruhrtube.de

Die Macher Annegret Keller-Steegmann, Hendrik Thome, Halil Özet und Daniel Jung stellten das Projekt am Mittwoch auf einer Video-Pressekonferenz vor. Ursprünglich wollte man die Plattform „Dutube“ nennen, doch aus rechtlichen Gründen – die namentliche Verwandtschaft mit „YouTube“ sei einfach zu groß gewesen – habe man sich für „RuhrTube“ entschieden, berichtete Filmemacher und Kreativkopf Halil Özet vom Medien-Bunker in Marxloh.

„Der jetzt verwendete Name beinhaltet zudem die Option, das Angebot auf das ganze Ruhrgebiet auszuweiten und so das Kirchturmdenken überwinden zu helfen“, ergänzte der Duisburger Kulturpolitiker Hendrik Thome. So sei „RuhrTube“ im Jahr zehn nach der Kulturhauptstadt ein Duisburger Projekt für die Stadt und die Metropolregion Ruhr zugleich.

Die Idee zu diesem Internetauftritt hatte Annegret Keller-Steegmann von der Duisburger Non-Profit-Agentur „art@work“. Sie, Thome und Özet saßen kurz vor Ausbruch der Corona-Krise zusammen und wollten eigentlich die Ergebnisse der zweiten Duisburger Kulturkonferenz aus dem Februar auswerten. Doch dann brach Corona aus und alles veränderte sich. Nichts ging mehr real in Sachen Kunst und Kultur in der Stadt. „Doch mit ‚RuhrTube‘ besteht die Möglichkeit, nun virtuell Kulturarbeit zu machen und zu verbreiten“, sagte Keller-Steegmann.

Da mit diesem Interportal ein neues nicht-kommerziell ausgerichtetes Informations- und Unterhaltungsangebot geschaffen werde, das strikt gemeinwohlorientiert sei, so Thome, ergab sich ein Kontakt zum Kulturbüro der Stadt Duisburg. Auf diese Weise kam als Vierter im Bunde Daniel Jung hinzu. Jung: „Das Kulturbüro unterstützt das Projekt nicht nur ideell und materiell, sondern auch finanziell. Und es bietet eine hervorragende Plattform für alle Duisburger Künstler.“ Weitere Fördergelder kommen vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt beziehungsweise sind „umgeleitete LAG-Projektzuschüsse“ (Keller-Steegmann) von „art@work“ zum Beispiel.

Fünf Sparten soll „RuhrTube“ final haben: „Events“, „Mitmachaktionen“, „Solidarität und Bewegungen“, „Öffentliche Diskussionen“ sowie „Tutorials und praktische Hilfen“. Die Inhalte von dort werden dann mit solchen aus dem Netz, wie YouTube, Instagram und Facebook, zu einem täglichen „digitalen Programmheft“ gebündelt, so der Plan. In dem Zusammenhang rief Özet alle die mitmachen wollen dazu auf, ihre Ideen, Pläne und Vorhaben ab 4. April an hallo@ruhrtube.de zu schicken. Die Einsendungen sollen folgende Informationen enthalten: Autor und/oder Name des Verfassers, Titel des Projektes mit Kurzbeschreibung, Kategorie (Musik, Poetry und dergleichen), die angedachte Sendezeit (Start/Ende), Foto (mit Quellenangabe) als Vorschau, URL vom Live Channel und eventuell die URL vom Spendenkonto.

Gegen Missbrauch jedweder Art auf „RuhrTube“, ob beim Live-Streaming oder im Chat, sei man im Übrigen gewappnet, betonte Thome, weil eine Teilnahme nur über die Angabe der persönlichen Daten laufe, die man rückverfolgen könne. „Hassbeiträge haben hier keine Chance. Ein Löschen ist jederzeit möglich.“