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Duisburg: Ruhrgebiets-Unis wollen zum Spitzenstandort werden

Zusammenarbeit im Ruhrgebiet : Uni-Allianz wird weiter ausgebaut

Ruhrgebiets-Unis wollen zum wissenschafltichen Spitzenstandort werden. Dazu gehören auch vier sogenannte Research Center und ein College.

Schon im vergangenen November hat die NRW-Landesregierung 75 Millionen Euro für neue Forschungszentren in ihrem Haushalt bereitgestellt. Dieser Betrag soll bis 2025 fließen und die Universitäten aus dem Ruhrgebiet, aus Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen technisch so weit aufrüsten, dass sie Spitzenreiter in Deutschland werden. Vergleiche zu US-Eliteschmieden wie Berkeley sind damit durchaus angepeilt.

Zu der neuen Universitätsallianz, der sogenannten „Research Alliance Ruhr“ gehören die TU Dortmund, die Ruhr-Uni-Bochum und die Universität Duisburg-Essen. Schon seit 2007 arbeiten diese drei Universitäten unter dem Dach der Universitätsallianz Ruhr – kurz: UA Ruhr – zusammen, doch durch diese Fördermittel soll künftig die Bündelung von Wissen extrem gestärkt werden.

Geplant sind vier Research Center und ein College. Wo genau diese Standorte beheimatet sein werden, ist aktuell noch unklar. Fest steht aber, in welchen Fachgebieten Spitzenforscher arbeiten werden. Die Research Center werden sich intensiv mit Themen aus den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften beschäftigen. Dass dabei Chemie, Physik, Themen rund um Datensicherheit, Energie der Zukunft, nachhaltige Materialien und Gesundheitsthemen im Fokus stehen, ist schon klar. Spannend ist auch die Idee, ein College für die Geistes- und Sozialwissenschaften zu gründen, an dem 25 Wissenschaftler aus der ganzen Welt forschen könnten. Auch hier sind Standort und Rechtsform noch nicht geklärt. Doch die Finanzierung durch das Land steht, und das ist das Wichtigste.

Ob die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im College auch Lehrleistungen erbringen werden, steht noch nicht fest. Viel wichtiger ist, dass sie durch ihre Expertise und Strahlkraft die Forschung vor Ort bündeln sollen.

Und so sind nicht nur die drei Rektoren der beteiligen Universitäten hoch erfreut über die neue Allianz. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, zählt zu den Gründervätern der Universitätsallianz Ruhr, die im März des Jahres 2007 mit einem Kooperationsvertrag zwischen den drei Universitäten begann. „Und dass die Ruhr-Konferenz die UA Ruhr nun fördert, bestätigt unser Credo: Zusammenarbeit zählt sich aus“, betont Radtke.

Somit wird das Ruhrgebiet, das einst als Stahlstandort berühmt wurde, nun Innovationsstandort. Der Wandel ist auf einem guten Weg.

Unter der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) arbeiten die Universitäten aus Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen bereits seit 2007 zusammen. Es gibt inzwischen über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Etwa 120.000 Studierende und 1300 Professorinnen und Professoren sind hierin eingebunden.

www.uaruhr.de 

(gs)