Hells-Angels-Prozess in Duisburg Der Mordermittler gegen den Rocker-Anwalt

Duisburg/Mönchengladbach/Oberhausen · Mehrere Polizisten sagten am Mittwoch im Duisburger Stückelmord-Prozess aus. Dabei ging es um komplizierte Handydaten und eine verdeckte Operation gegen den Gladbacher Hells-Angels-Boss Ramin Y. Am Ende trat der Leiter der Mordkommission in den Zeugenstand – und wurde laut.

Mehrere Angeklagte bei Prozessbeginn.

Mehrere Angeklagte bei Prozessbeginn.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

In Saal 157 beginnt der Mittwochmorgen unglücklich. Das Landgericht Duisburg hat im Rocker-Prozess einen Polizisten geladen, der eigentlich die Handydaten einiger Hells-Angels-Mitglieder ausgewertet haben soll. Doch der Mann weiß davon nichts. Die Strafkammer hat den Polizisten verwechselt – und versehentlich den Bruder ins Gericht bestellt. „Der ist im Skiurlaub“, sagt der Beamte dann über seinen Bruder, der wie er im Polizeipräsidium Essen arbeitet.