Duisburg: Rheinpromenade ist neu gestaltet

Grünanlagen in Wanheim : Rheinpromenade ist neu gestaltet

Ganz ohne Ankündigung ist die Rheinpromenade in Wanheim mit neuen Bänken fertiggestellt worden. Damit endet auch für den Bürgerverein eine fast zehnjährige Geschichte.

„Da waren alle Bänke voll, die Leute haben da gesessen und das schöne Wetter genossen“, freut sich Theo Küpper, Vorsitzender des Bürgervereins Wanheim-Angerhausen, dieser Tage aber in erster Linie stolzer Wanheimer. Denn die „neue“ Rheinpromenade ist fertig, von den Rheinlustterrassen bis zum Franzosenweg haben die Wirtschaftsbetriebe neu gepflastert und neue, witterungsfeste Stahlbänke aufgestellt. Und dabei einen guten Job gemacht, findet Küpper. „Die Bänke sind gut und modern nicht wie die alten Sitze mit Holzauflage, und das Pflaster kommt bei Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen gut an.“

Und das alles habe ganz ohne große Eröffnungsfeier stattgefunden, die Bauarbeiten seien eines Morgens einfach fertig gewesen. Finanziert wurden die umfangreichen Bauarbeiten aus dem KIDU-Paket (Kommunale Investitionen Duisburg), zu Beginn des Baus waren 295.000 Euro für die Rheinpromenade veranschlagt. Einen kleinen Schönheitsfehler hat der Vorsitzende des Bürgervereins dann aber doch entdeckt, die Bänke auf dem Spielplatz an der Friemersheimer Straße sind noch die alten Modelle mit Holzauflage - die bei feuchtem Wetter schnell verrottet. „Ich habe mich schon bei den Wirtschaftsbetrieben gemeldet“, erklärt Theo Küpper, „da soll in näherer Zukunft nachgearbeitet werden.“

Aber auch schon jetzt ist der Vorsitzende froh über die neue Rheinpromenade, für den Bürgerverein endet, vorerst, ein fast zehnjähriges Kapitel. „Da war Sauerland noch Bürgermeister, als wir angefangen haben darüber zu sprechen“, grinst Küpper.

Theo Küpper, und auch der Bürgerverein, haben aber trotzdem weiterhin große Hoffnungen und Träume für „ihre“ Rheinpromenade. „Wir hoffen auf Duisburg 2027“, so der Vorsitzende, „und dass die Rheinpromenade einmal von Wanheim bis zum Rheinpark in Hochfeld durchläuft, Richtung Süden geht’s ja nicht mehr weiter.“

Das Konzept „Duisburg 2027“ beinhaltet einen Flächennutzungsplan, die Leitfrage der Stadt zum dem „Orientierungsrahmen“, wie sie das Konzept nennt, lautet „Wie wollen wir in Zukunft in Duisburg wohnen und arbeiten?“ Als Grund für die Erstellung dieses Plans nennt die Stadt die höhere Effektivität bei jedem einzelnen Projekt, wenn alle Parteien nach dem gleichen (Flächennutzungs-) Plan arbeiten.

Deswegen hofft Theo Küpper auf die durchgehende Strecke. Denn vor allem Radfahrer seien mit so einem durchgängigen Weg anzulocken. Mit einer Verbindung zum Rheinpark existiere dann eine Radstrecke vom Süden bis – praktisch fast – in die Innenstadt.

Teil dieser Idee müsse dann natürlich auch eine Brücke über den Kultushafen sein, „das wäre eine tolle Möglichkeit für Ausflügler in Duisburg“, erzählt Küpper begeistert. Ein weiterer Traum, der schon beinahe Wirklichkeit zu sein schien, sei eine Gaststätte mit Biergarten in den ehemaligen Rheinlustterrassen. „Dann wäre die Promenade ein richtiges Ausflugsziel, wir hoffen, dass dieser Rechtsstreit so schnell wie möglich vorbei geht“, bedauert Küpper die aktuelle Situation mit dem ehemaligen Pächter der Gaststätte.

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