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Duisburg: RB 31 fährt ab 15. November wieder nach normalem Fahrplan

Nach Abriss der Cölve-Brücke : Ab 15. November fahren RB 31 und RE 44 wieder nach normalem Fahrplan

Auf einmal geht alles schnell: Ab Montag, 15. November, sollen die RB 31 („Der Niederrheiner) von Xanten nach Duisburg und den RE 44 („Fossa-Emscher-Express“) von Moers nach Bottrop wieder nach normalem Fahrplan verkehren. Darauf haben sich der VRR und die Bahn verständigt.

Die Bahnstrecke zwischen Trompet und Rheinhausen war vor drei Wochen gesperrt worden. Der Grund: Bei der maroden Cölve-Brücke, die zwischen Moers-Schwafheim und Duisburg-Trompet über die Gleise führt, konnte nach einer Begutachtung Einsturzgefahr nicht ausgeschlossen werden. Nachdem sich die Städte Moers und Duisburg über einen sofortigen Abriss verständigt hatten, vergab die Stadt Moers den Auftrag an eine Fachfirma, die den Abriss vornehmen soll. Moers ist bis zum Abschluss eines entsprechenden Gebietsübertragungsverfahrens derzeit noch Eigentümerin der Brücke.

Die Bahn demontierte inzwischen die Oberleitungen der Strecke in diesem Bereich, so dass erste Vorarbeiten an der Brücke laufen können. Ab Montag sollen dann die Betonplatten der Fahrbahn demontiert werden, bis nur noch das Stahlgerüst der Cölve-Brücke übrig bleibt. Das wird dann im Anschluss abgerissen, was bis zum 30. Oktober passiert sein soll. In der Folge wird die Bahn die Oberleitungen wieder anschließen.

„Die Arbeiten sollen zügig über die Bühne gehen. Mit dem VRR und der Bahn ist vereinbart worden, dass ab dem 15. November wieder der normale Fahrplan für die RB31 und den RE44 gelten kann“, teilte Frank Heidenreich am Donnerstag mit. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) ist auch stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates des Verbundes. Er dankte den Städten Moers und Duisburg sowie der Bahn für die jetzt doch zügige Umsetzung des Abrisses.

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Ähnlich äußerte sich am Donnerstag der Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Duisburg, Bruno Sagurna: „Endlich kommt Bewegung in die Sache. Ich bin froh, dass die Städte Duisburg und Moers sowie die Deutsche Bahn jetzt zügig mit den Abrissarbeiten der maroden Brücke an der Cölve begonnen haben. Die sofortige Sperrung der einsturzgefährdeten Brücke war ein Gebot der Sicherheit und absolut richtig. Im Sinne der Betroffenen hoffe ich nun darauf, dass keine weiteren bürokratischen Hürden aufgebaut werden.“

Die Umsetzung des Abrisses war aber wohl nicht nur aus Eigennutz in Angriff genommen worden. Die DB Netze und die Nordwestbahn hatten Schadenersatzforderungen nicht ausgeschlossen. Ihr Vorwurf: Untätigkeit der Beteiligten bei der Instandhaltung der Brücke.

 Bis Ende des Monats soll die marode Cölve-Brücke ganz verschwunden sein.
Bis Ende des Monats soll die marode Cölve-Brücke ganz verschwunden sein. Foto: Mike Michel

Vom Tisch ist jetzt aber die anvisierte Umleitung der RB 31 von Moers über Oberhausen zum Duisburger Hauptbahnhof, wie sie von der Politik gefordert wurde. „Das lohnt sich jetzt nicht mehr, wenn der Abriss so schnell über die Bühne geht“, so Heidenreich.

Die Brücke war bereits seit 2017 für den motorisierten Verkehr gesperrt worden. Seit Anfang des Monats dürfen auch Radfahrer und Fußgänger sie nicht mehr betreten und müssen große Umwege in Kauf nehmen.

Die Brückensperrung hatte von Anfang an für großen Unmut bei den Anwohnern gesorgt, die später auch eine Bürgerinitiative gründeten. Auch Rettungsfahrzeuge und Busse müssen hier Umleitungen durch enge Straßen in den anliegenden Wohngebieten nehmen.

Die Betroffenen fordern bereits seit Jahren den Bau einer neuen Brücke beziehungsweise die Errichtung einer Ersatzbrücke. Das scheiterte in der Vergangenheit aus unterschiedlichen Gründen. Nach der erfolgten Gebietsübertragung wird die Stadt Duisburg zum Baulastträger. Die Stadt ist daher bereits mit der Planung einer neuen Brücke befasst.

„Alle müssen nun weiter an einem Strang ziehen und lösungsorientiert daran arbeiten, dass die wichtige Verkehrsverbindung wiederhergestellt wird“, forderte Bruno Sagurna am Donnerstag.