Duisburg: Quartett Zoom gastierte in der Reihe der Säulen-Jazzkonzerte

Quartett Zoom in der Säule : Jazzrock-Klangfarben ohne Grenzen

Das Quartett Zoom gastierte am Mittwochabend in Eckart Presslers Reihe der Säulen-Jazz-Konzerte.

Das Jazz-Quartett um den aus Dortmund stammenden 44-jährigen Saxofonisten Stephan Mattner hat sich den Namen „Zoom“ gegeben. Jetzt war die Band in Eckard Presslers Säulen-Jazz-Reihe zu Gast, um kraftvolle und komplexe Klangfarben mit inspiriertem Modern-Jazz und melodischen Grundmustern zu verschmelzen. Neben Stephan Mattner gehören Gitarrist Philipp van Endert, Bassist Sebastian Räther und Schlagzeuger Jo Beyer zum kleinen Zoom-Ensemble, das zur Eröffnung der Herbst-Saison im intimen Säulen-Jazz-Club sowohl solistisch als auch im ideenreichen Kollektiv seine Zuhörer auf eine Reise durch eine junge deutsche Jazz-Szene mitnahm, deren Musik sehr interessant zwischen Vergangenheit und Gegenwart schwebt.

Das spieltechnisch sich auf hohem Niveau bewegende Quartett eröffnete den Abend mit einer Eigenkomposition, die stilistisch an John Scofield erinnerte, von dem Gitarrist Philipp van Endert mehr als nur eine CD im Plattenschrank haben dürfte. Stephan Mattner, der Haupt-Komponist der Band und ein echter Ruhrgebietsmusiker mit trockenem Moderations-Humor, klang dann wieder ein wenig wie Tenorsaxofon-Veteran Joe Lovano, der im wirklichen Leben immer schon gerne mit seinem Freund John Scofield musizierte. Mit gutem Timing lieferte das exzellente Rhythmus-Duo Jo Beyer und Sebastian Räther dazu das richtige Tempo. Es folgte „City Walk“ und dank Gitarrist van Endert eine musikalische Reise in die 70er und frühen 80er Jahre, als der Jazz-Rock noch hoch im Kurs stand. Mit groovigem und erdigem Sound präsentierte sich dieses ungewöhnliche und eigenwillige Quartett als anarchische Keller-Club-Band fernab blutleerer High-Tech-Akustik-Aufnahmen. Viel Beifall für eine originelle Band.

Im nächsten Säulen-Jazzkonzert ist am Mittwoch, 30. Oktober, die Band „Basso“ unter anderem mit Daniel Basso als Sänger und Keyboarder sowie sein Bruder Gereon Basso an den Drums zu Gast. Mirko van Stiphaut spielt Gitarre und Peter Deinum ist am Bass zu hören.

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