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Duisburg: Preisverleihung beim GRIID-Existenzgründerwettbewerb

Existenzgründung : Mit dem „Pflegonaut“ noch besser lernen

Altlastensanierung von kontaminiertem Grundwasser, eine Lern-App für Pflegekräfte und ein Trainingstracker für Sportler – diese Themen standen im Mittelpunkt der Siegerehrung beim GRIID-Existenzgründerwettbewerb.

Die 35 Teilnehmer hielten bis zum Schluss durch und reichten – einzeln oder im Team – 23 Businesspläne ein. Neun davon hatten es bis in die GRIID-Jurysitzung geschafft. Aus diesen wählten Experten aus Theorie und Praxis die drei vielversprechendsten aus. Der erste Platz ging an ColFeroX. Dr. Beate Krok, die an dem Orientierungskurs teilnahm, Prof. Dr. Rainer Meckenstock und Dr. Sadjad Mohammadian sind das fachkundige Expertenteam hinter der Idee. Sie alle stehen für die Entwicklung einer innovativen Methode der Altlastensanierung von kontaminiertem Grundwasser.

Über den zweiten Preis freut sich Valentin Johannsen, der mit seinem noch zu gründenden Unternehmen Novaheal den „Pflegonaut“ auf den Markt bringen will. Dies ist eine Lern-App für Pflegekräfte, die die Ausbildung von Gesundheitsberufen in das 21. Jahrhundert bringen will. Darüber hinaus konnten sich die Macher des Trainingstrackers gegenüber ihren Mitbewerbern durchsetzen: Die Drittplatzierten Dominik Riße und Richard Menning wollen ein einzigartiges Bündelprodukt für Leistungs-, Freizeit- und Breitensportler anbieten. Der Trainingtracker fungiert dabei als persönlicher Begleiter auf dem Weg zur sportlichen Zielerreichung

In seinem Grußwort bei der Abschlussveranstaltung betonte Bürgermeister Volker Mosblech: „Die Zahl der Gründer hat zwar leider in NRW und der Bundesrepublik abgenommen, aber diejenigen, die sich dafür entscheiden, sind besser und qualifizierter denn je darauf vorbereitet.“ GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer erklärte: „Der langjährige Slogan des GRIID-Projekts ‚Mit uns gut vorbereitet in die Selbstständigkeit‘ unterstreicht eindrucksvoll den Ansatz, dass erfolgreiche Gründungen in der Regel nicht über Nacht geschehen und überstürzt angegangen werden sollten. Vielmehr bedarf eines strukturierten Rüstzeugs. “

Laudator Helge Kipping, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Duisburg, zeigt sich begeistert von der Geschäftsidee der Erstplatzierten: „ColFeroX ist eine nachhaltige Geschäftsidee, die unser aller Leben besser macht. Die hoch innovative In-situ Sanierung von schwermetallbelastetem Grundwasser durch den Einsatz so genannter Eisenoxid-Nanopartikel ist in jedweder Hinsicht zukunftsfähig, für die Allgemeinheit sinnvoll und als Unternehmensgegenstand aussichtsreich. ColFeroX hat beste Chancen, sich im Markt der Abfallwirtschaft mit dem Spezialbereich der Altlastensanierung zu etablieren.“

Michael Reimann, Leiter Geschäftsfeld Gewerbekunden bei der Volksbank Rhein-Ruhr, lobte den Zweitplatzierten: „Valentin Johannsen hat mit der Pflegonaut-App ein Tool entwickelt, das Auszubildende, in der für alle existenziell wichtigen Gesundheits- und Krankenpflege, fit macht für das Examen und den späteren Beruf. Mit seinem Team der „Novaheal“ hat er eine ‚Ausrüstung‘ entwickelt, die Spaß an nachhaltigem Lernen vermittelt. Das Timing für die Markteinführung stimmt, denn noch nie war der Wille in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft größer, die Pflegesituation in Deutschland zu verbessern.“

Rüdiger Helbrecht, stellvertretender Geschäftsführer der IHK im Bereich Unternehmens-Service und International, hielt die Laudatio auf die Drittplatzierten: „Dominik Riße und Richard Menning haben mit ihrem Trainingtracker etwas geschaffen, das hilft, sportlicher zu werden und gesünder zu leben. Der Anwender führt ein analoges Buch zur Trainingsanalyse. Im Anschluss kann er seine Trainingsleistung mittels einer App diagnostizieren. Leistungs-, Freizeit- und Breitensportlern gelingt es so, sich mit der eigenen körperlichen Aktivität bewusst auseinanderzusetzen. „Der Sport-, Fitness- und Gesundheitstrend in unserer Gesellschaft ist ungebrochen. Produkte wie der Trainingtracker treffen daher auf einen großen Markt und haben Zukunft“, so Helbrecht.