Duisburg: Positives Zwischenfazit am Mercator Beach

Mercator Beach : Strandgefühle beim Sommer in der City

Am „Mercator Beach“ in der Innenstadt ist insbesondere am Abend eine Menge los. Die Gebag zieht eine positive Halbzeit-Bilanz.

Mittagspause. Eiswürfel schwimmen auf dem „Virgin Caipirinha“, der alkoholfreien Variante des Cocktail-Klassikers. Drei Arbeitskollegen haben sich vom Sonnenwall aus auf dem Weg zum „Mercator Beach“ in die Innenstadt gemacht. Siesta im Strandkorb. Handtuch werfen ist nicht nötig. Am Mittag trauen sich nicht viele auf den Teilzeit-Strand auf der Mercator-Brache. Abends hingegen wird’s mit untergehender Sonne etwas voller. Der Veranstalter, die Gebag, zieht jedenfalls eine zufriedene Halbzeit-Bilanz.

„Bei der Wetter-Lotterie haben wir das ganz große Los gezogen“, findet Lisa Melchior, Sprecherin der Gebag. Zur Mittagspause kämen eher einige „Stammkunden“, nach dem Feierabend würden viele Besucher den Sommer und das traumhafte Wetter am „Mercator Beach“ genießen. „Es kommt schon Strand-Feeling auf“, findet eine Angestellte zur Mittagszeit. Im Strandkorb, mit einem alkoholfreien „Caipi“ in der Hand und den nackten Füßen im Sand, könne man wunderbar entspannen. „Außerdem trifft man seine Kollegen hier seltener“, scherzt sie. Je weniger heiß es im Laufe des Tages wird, desto mehr Leute kommen zu den Liegestühlen. Das beobachtet auch der Mann hinter der Theke, der vor allem darauf hoffen muss, dass die Kühlung intakt bleibt. Fabian Michalzik mixt schon wieder einen Cocktail: „Mittags wollen die Besucher eher was Alkoholfreies, Fruchtiges trinken. Abends wird’s dann mal ein richtiger Caipi, Pils oder Wein“, sagt der 25-Jährige. Am späten Nachmittag oder Abend kämen mehr Familien, aber auch Mittzwanziger und ältere Menschen. „Mit Ende 80 kommt hier jemand regelmäßig abends vorbei“, berichtet Fabian Michalzak.

Fabian Michalzik ist Barkeeper auf der Baufläche des Mercatorviertels. Abends steht ein frisch gemixter Caipirinha bei den Kunden hoch im Kurs. Foto: FUNKE Foto Services

Strandgänger Maik Requardt bevorzugt ebenfalls die Abendstunden am Stadtstrand. „Das passt ganz gut mit meinem Feierabend. Ich hab’ gegen 19 Uhr frei, dann ist es ja meist erträglich draußen“, findet der 27-Jährige. Manchmal kämen Kollegen mit, aber an Tagen wie heute, seien es Kumpel, mit denen er einen zischen könne. „Wohlverdient die Seele baumeln lassen“, meint Maik Requardt und lehnt sich zurück in den Strandkorb.

Falls er noch Hunger bekommen sollte, hat sich Gebag in diesem Jahr für ein neues gastronomisches Konzept entschieden. Statt an einem Imbisswagen Schlange zu stehen, können die Besucher an der Bar bestellen und bekommen das Essen von einem benachbarten Restaurant frisch geliefert und anschließend an den Platz gebracht. „Die Speisekarte, besonders die Pizza, wird gut angenommen. Generell bekommen wir gerade viel Zuspruch für das Ambiente, die Mitarbeiter und das Essen“, sagt Lisa Melchior.

(joba)
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