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Duisburg: Positive Bilanz beim Sommerkino im Landschaftspark

Warum das Sommerkino so beliebt ist : Riesenapplaus vom Publikum

Am Sonntagabend endete das Sommerkino im Landschaftspark. Kai Gottlob zog am Montag eine überaus positive Bilanz. Für den Geschäftsführer des Filmforums war es das letzte Open Air unter seiner Verantwortung.

Mit der Komödie „Yesterday“ ging am Sonntagabend das diesjährige Stadtwerke-Sommerkino im Landschaftspark Duisburg-Nord zu Ende. Für Kai Gottlob, Geschäftsführer des Filmforums, das für die Filmauswahl verantwortlich ist, hat der Filmtitel eine besondere Bedeutung. Für ihn war es das letzte Sommerkino als Geschäftsführer. Ende des Jahres verabschiedet sich Gottlob (63) von seiner Funktion im Filmforum. Gleichwohl wird auch das Sommerkino im kommenden Jahr seine Handschrift tragen. Denn schon in diesen Tagen beginnen mit maßgeblicher Beteiligung Gottlobs die Vorbereitungen fürs Sommerkino 2020, das dann vom 15. Juli bis 23. August veranstaltet wird.

Am Montag wurde aber zunächst Bilanz gezogen. Und die fiel wie erwartet überaus positiv aus. Das Duisburger Stadtwerke-Sommerkino beendet seine Open-Air-Kinosaison mit 43.590 Besuchern an 44 Spielterminen und erreicht damit das drittbeste Ergebnis in seiner Geschichte, die 1995 begann. Dabei muss man noch berücksichtigen, dass bei den drei Filmkonzerten einige Sitzreihen nicht besetzt werden konnten, da dort die Musiker platziert werden mussten, sonst wäre die absolute Besucherzahl noch höher gewesen. Die Auslastung lag bei rund 93 Prozent, wobei rund die Hälfte aller Vorstellungen ausverkauft waren. Vermutlich war das Duisburger Sommerkino das erfolgreichste Sommerkino in ganz Deutschland.

 Kai Gottlob, Geschäftsführer des Duisburger Filmforums, bekam zum Abschied vom Sommerkino viel Applaus.
Kai Gottlob, Geschäftsführer des Duisburger Filmforums, bekam zum Abschied vom Sommerkino viel Applaus. Foto: Andreas Probst/Probst, Andreas (apr)
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Die große Sympathie, die dieses Freiluft-Kino-Ereignis beim Publikum genießt, konnte man gleich mehrfach spüren. So gab es einen Riesenbeifall, als der Regisseur Sönke Wortmann, der zusammen mit dem Schauspieler Christoph Maria Herbst den Film „Der Vorname“ in der Gießhalle präsentiert, das Duisburger Sommerkino als das „schönste in ganz Deutschland“ lobte. Gefreut hat sich Kai Gottlob auch über den international bekannten Komponisten und Dirigenten Carl Davis, der sich nach seinen drei umjubelten Filmkonzerten in den höchsten Tönen über das Duisburger Sommerkino äußerte. Nicht zuletzt wird sich Gottlob über den herzlichen Applaus des Publikums gefreut haben, bei dem er sich am Sonntagabend verabschiedet hat.

Beim Rückblick wurde auch der optimierte Vorverkauf durch das Unternehmen Krankikom gelobt. Dessen Geschäftsführer Arne Rudolph berichtete, dass beim Start des Vorverkaufs 15.000 Tickets nahezu gleichzeitig online geordert wurden. Trotzdem konnte die Massenbestellung in kurzer Zeit bearbeitet werden. Und noch ein Rekord: Ein einziger Käufer hat auf einen Schlag für 1530 Euro in bar Tickets für mehrere Besucher und mehrere Vorstellungen gekauft.

In den kommenden Wochen wird Kai Gottlob noch mit den Sponsoren verhandeln. Die Verträge mit dem Hauptsponsor (Stadtwerke) und dem Premium-Sponsor König Pilsener sind in diesem Jahr ausgelaufen. Das Lob der beiden Sponsorenvertreter legt die Vermutung nahe, dass sie auch künftig das Sommerkino unterstützen werden. Gottlob deutete an, dass es demnächst noch einen dritten Sponsor geben werde.

Beim Sommerkino 2020 soll unter anderem die Tontechnik verbessert werden. Zwar gebe es so gut wie keine Verbesserungswünsche bei ausländischen Filmen, die unter Studiobedingungen synchronisiert werden, aber bei deutschen Produktionen, deren Töne an Originalschauplätzen oder im Freien aufgenommen werden, gebe es bisweilen Schwierigkeiten bei der Verständlichkeit. Da möchte Gottlob die beste gegenwärtig verfügbare Technik installieren lassen. Und das verklemmte Dach, das sich nicht mehr zurückfahren ließ, wird nach Auskunft von Landschaftspark-Chef Ralf Winkels in den kommenden vier Wochen repariert.