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Duisburg: Plug Power zieht mi "grünem" Wasserstoffgenerator in den Hafen

Europäischer Hauptsitz bald in Duisburg : Grüner Wasserstoff für globale Märkte

Plug Power, einer der führenden Anbieter von Komplettlösungen mit grünem Wasserstoff für den globalen Markt, wird seinen europäischen Hauptsitz im Herzen des Duisburger Hafens ansiedeln. Das teilte der Hafen am Mittwoch mit.

Das Unternehmen sei seit mehr als zehn Jahren in Europa tätig und wolle seine Geschäftsaktivitäten auf dem Kontinent weiter ausbauen. Dazu habe Plug Power kürzlich sein Projekt zur Errichtung eines europäischen Hauptsitzes in Nordrhein-Westfalen offiziell bekanntgegeben.

Die Gruppe entschied sich für den Standort Duisburg. Begründet wird dies unter anderem damit, dass Duisburg den weltweit größten Binnenhafen mit einer direkten Anbindung an die großen Seehäfen Antwerpen und Rotterdam habe. Europas bedeutendster Hinterland-Hub biete Plug Power ideale Standortbedingungen, um die Vorteile der Industrieregion Rhein-Ruhr umfänglich nutzen zu können, teilte duisport mit.

Als wirtschaftlicher Knotenpunkt bündele duisport bereits einen großen Teil der derzeitigen Kunden von Plug Power, insbesondere in den Bereichen Logistik und Transport. Nordrhein-Westfalen verfüge außerdem überhochqualifizierte Fachkräfte, die einen entscheidenden Beitrag dazu leisten könnten, die Ambitionen des Unternehmens zu verwirklichen.

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 Bereits im September wurde Duisburg zu einer der deutschen Wasserstofftechnik-Hauptstädte gekürt. Hier entsteht unter anderem das Wasserstoff-Innovationszentrum – kurz ITZ. Duisburg spielt eine entscheidende Rolle in der deutschen Energiewende.

Andy Marsh, Vorstandschef von Plug Power, ist mit diesem strategischen Standort sehr zufrieden: „Plug Power will bei der Entwicklung von grünem Wasserstoff in Europa eine zentrale Rolle spielen und einen wichtigen Beitrag zur europäischen Wasserstoffstrategie leisten. Unsere Niederlassung im Duisburger Hafen verdeutlicht, dass wir ehrgeizige Ziele haben und Maßnahmen einleiten, um diese zu erreichen.“

Auch Hafen-Chef Markus Bangen unterstreicht die Bedeutung der Ansiedlung für den Hafen und die Region: „Nachhaltigkeit ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. duisport setzt sich seit Jahren für die Etablierung klimaneutraler Verkehrsstrukturen und die aktive Gestaltung der Energiewende im Transport- und Logistiksektor der Region ein. Wasserstoff nimmt in der Zukunft eine zentrale Rolle ein.“

Nicht nur als Kraftstoff sei Wasserstoff ein zentrales Element für die Zukunft des Landes NRW und des Industrie- und Logistikstandorts Duisburger Hafen. „Wir freuen uns daher sehr, die Entwicklung des Standortes als zentralen Wasserstoffstandort in Deutschland und NRW weiter voranzutreiben.

Die Stadt Duisburg sei einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Nordrhein-Westfalens, hier würden Weichen für die Energiewende gestellt, erklärte OB Sören Link. Sowohl der Startschuss für das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff als auch die Plug-Power-Niederlassung seien ein Mehrwert für den gesamten Standort.

Die neue Europa-Zentrale von Plug Power wird zunächst auf einer rund 6500 Quadratmeter großen Anlage entstehen. Dazu gehören ein Innovationszentrum mit technischen Labors sowie eine technische Kundendienstabteilung, ein Überwachungs-, Diagnose- und technisches Supportzentrum, ein „grüner“ Wasserstoffgenerator mit einer Elektrolyseur-Infrastruktur vor Ort, ein Versand-, Innovations- und Logistikzentrum sowie ein Schulungsraum.

Die Logistikflächen des Duisburger Hafens böten Plug Power ausreichend Flexibilität, um künftig potenzielle Erweiterungen umzusetzen und so den raschen Expansionsaktivitäten der Unternehmensgruppe in Europa gerecht werden zu können, teilte der Hafen mit.

(RP)