Fußballgolf in Rumeln-Kaldenhausen Riesiger Soccerpark auf früherem Freibadgelände am Toeppersee geplant

Rumeln-Kaldenhausen · Auf dem Gelände des früheren Freibades am Toeppersee plant der Investor „Soccerfun“ aus Dirmstein in Rheinland-Pfalz einen knapp 57.000 Quadratmeter großen „Soccerpark“ Duisburg, auf dem künftig Fußballgolf gespielt werden kann. Was dahinter steckt und wie es dort nun weitergehen soll.

Die Fußballgolfanlage soll am Kleinen Toeppersee, der sogenannten Tegge, entstehen.

Die Fußballgolfanlage soll am Kleinen Toeppersee, der sogenannten Tegge, entstehen.

Foto: dpa

Das ehemalige Freibad an der Tegge hinter dem neuen Hallenbad und der Beachvolleyball-Anlage soll aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Das still gelegte Bad samt der angrenzenden ehemaligen Liegewiesen soll zu einem Soccerpark umgebaut werden.

Das in Frage kommende Gelände grenzt im Süden an die Tegge und reicht im Norden bis an den Rumelner Bach. Die Wege entlang des Baches und entlang der Tegge sollen aber bestehen bleiben. Im Westen grenzt eine Grünfläche an mit Tennisplätzen und ein Fuß- und Radweg in Verlängerung der Lohstraße, zwischen Uferstraße und Tegge. Die östliche Seite wird begrenzt durch das Hallenbad Toeppersee und die Beach-Arena.

Der eigentliche Soccerpark hat eine Fläche von mehr als 5,6 Hektar, das entspricht knapp acht herkömmlichen Fußballfeldern. Zum geplanten Vorhaben schreibt die Verwaltung in ihrer entsprechenden Vorlage: „Fußballgolf ist eine in Skandinavien bereits sehr populäre Sportart, die mittlerweile auch in Deutschland eine stark steigende Zahl von Anhängern gefunden hat. Mit herkömmlichen Golfplätzen sind diese Anlagen nur entfernt zu vergleichen, da diese kleiner, weniger aufwändig gestaltet und auch weniger pflegeintensiv sind.“

 Die Beach-Arena grenzt an das Plangebiet für den Soccerpark an.

Die Beach-Arena grenzt an das Plangebiet für den Soccerpark an.

Foto: RP/Torben Moormann

Der Investor, die „Soccerfun GmbH“, hat ihren Sitz in Dirmstein in Rheinland-Pfalz und betreibt dort bereits seit 2006 eine derartige Anlage. Deutschlandweit gibt es mittlerweile neun Fußballgolfplätze des Unternehmens, vornehmlich in Süddeutschland. In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits Standorte in Dortmund und Detmold.

Auch die Wasserskianlage ist in unmittelbarer Nähe.

Auch die Wasserskianlage ist in unmittelbarer Nähe.

Foto: Mike Michel

Fußballgolf ist eine Mischung aus herkömmlichem Golf und Minigolf – nur eben mit größeren Bällen. Dabei gilt es einen Parcours zu bespielen und den Ball einzulochen, zum Teil auch mit entsprechenden Hindernissen. Dazu muss man nicht unbedingt auch ein guter Fußballer sein.

In den Soccerparks gibt es auch Wettbewerbe bis hin zu Weltmeisterschaften. Die Anlagen mit 18 Bahnen werden gerne von Gruppen genutzt, zum Beispiel auch für Junggesellenabschiede oder Teambuilding-Maßnahmen in Unternehmen und Einrichtungen.

„Eine Fußballgolfanlage eignet sich für eine mögliche Nachnutzung der Freibadfläche und fügt sich darüber hinaus gut in die vorhandene Angebotsstrukturen, bestehend aus Hallenbad, Beach-Arena, Tennisplätzen und Wasserskianlage ein“, so das Fazit der Verwaltung.

Der Bebauungsplan diene „der Attraktivierung des Sport- und Freizeitangebotes des Standorts Toeppersee sowie der Reaktivierung der derzeit brachliegenden Fläche des ehemaligen Freibads“, heißt es weiter.

Parkplätze für die Besucher gibt es vor dem Hallenbad. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum geplanten Soccerpark. Der Zugang zur Fußballgolfanlage soll direkt vom Parkplatz am Hallenbad vorbei erfolgen.

Der derzeitige Bebauungsplan sieht für die Teilflächen des ehemaligen Freibadgeländes eine „Öffentliche Grünfläche“ mit der Zweckbestimmung „Badeplatz“ vor. Deshalb wäre eine Fußballgolfanlage zurzeit nicht genehmigungsfähig. Zunächst muss also der Bebauungsplan geändert werden.

Die Bezirksvertretung Rheinhausen wird sich in ihrer Sitzung am 19. Januar mit dem Vorhaben des rheinland-pfälzischen Investors befassen. Danach diskutieren der Umweltausschuss (26. Januar) und der Ausschuss für Stadtentwicklung (31. Januar) über das Vorhaben, bevor der Rat in seiner Sitzung am 6. Februar grünes Licht geben könnte.

(mtm)
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